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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Elektromobilität: Ladesäulen in Stuttgart werden zum Jahreswechsel erneuert

Investitionen in neue Technik und mehr Wettbewerb unter Anbietern

Zum Jahreswechsel 2020/21 werden die bestehenden öffentlich zugänglichen Normalladesäulen in Stuttgart auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Die Landeshauptstadt Stuttgart hatte dazu 145 Bestandsladesäulen der EnBW im öffentlichen Raum, die einer Projektförderung aus den Jahren 2012 und 2013 entstammen, neu ausgeschrieben. Sie wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2021 an drei Bewerber vergeben: 62 Ladesäulen werden künftig durch die Stadtwerke Stuttgart betrieben, 53 durch die EZE network GmbH, 30 durch die EnBW.

Michael Hagel von der städtischen Koordinierungsstelle Elektromobilität sagte: „Den Grundstein für die öffentliche Ladeinfrastruktur in Stuttgart haben die Stadt und die EnBW in einem gemeinsamen Schaufensterprojekt gelegt. Wir haben so dafür gesorgt, dass die Elektromobilität in Stuttgart längst Alltag ist und zum Stadtbild gehört.“

Nun erfolgt der Wechsel vom Projekt- zum Regelbetrieb, damit wird auch der Wettbewerb gefördert. In zwei verschiedenen Ausschreibungsverfahren wurden die Bestandsladesäulen neu vergeben und zusätzliche neue Standorte angeboten. Zunächst kommen in der Umsetzung die Bestandsstandorte an die Reihe, während die Standortplanung der neuen Ladesäulen bereits läuft.

Hardware wird erneuert und Zahl der Ladepunkte standardmäßig angepasst

An jedem Bestandsstandort wird die teilweise bis zu acht Jahre alte Hardware nun sukzessive erneuert. Wenn im Bestand bisher nur ein Ladepunkt an der Ladesäule vorhanden war, werden es in Zukunft zwei Ladepunkte sein. „Das ist der heutige Standard“, erläuterte Hagel. „Die Stadtverwaltung hat das Genehmigungs- und Berichtsverfahren für die einzelnen Standorte auf eine komplett neue Grundlage gestellt. So haben wir einerseits einheitliche Vorgaben und andererseits Wettbewerb unter mehreren Anbietern.“

Die Partnerunternehmen sorgen dafür, dass die anstehenden Schritte kundenfreundlich erfolgen. Dazu gehört zum Beispiel, dass sie beim Betreiberwechsel an einzelnen Standorten eng zusammenarbeiten. Die EnBW hat alle zu übergebenden Standorte entsprechend vorbereitet. Diejenigen Standorte, die weiterhin durch die EnBW betrieben werden, wurden bereits erneuert. Der Übergang der restlichen Ladestandorte an die beiden neuen Betreiber Stadtwerke Stuttgart und EZE network erfolgt Schritt für Schritt, damit die Nutzerinnen und Nutzer möglichstnur geringe Einschränkung bei der Verfügbarkeit haben. Außerdem ist sichergestellt, dass die Ladesäulen im Roaming miteinander verbunden sind. Das bedeutet, die bisher genutzten Apps oder Ladekarten der EnBW und die polygo-Card können auch weiterhin verwendet werden.

Hintergrund

Grundlage für die Neuausrichtung ist eine vom Gemeinderat beschlossene „Rahmenkonzeption Ladeinfrastruktur für E-Mobilität im öffentlichen Raum“.

Die Erneuerung der 145 vorhandenen Ladesäulen geschieht zusätzlich zum Aufbau von rd. 350 neuen Ladesäulen. Ziel ist es, bis Ende 2021 möglichst alle 1.000 Ladepunkte an 500 Stationen im öffentlichen Stadtraum anbieten zu können.

Hinzu kommen mehr als 20 neue Standorte für Schnellladestationen, die derzeit zusätzlich entwickelt werden.