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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Neubaugebiet Schafhaus – Preisgericht hat getagt – Architektenentwurf aus Düsseldorf und Freiburg ausgezeichnet

Das Neubaugebiet Schafhaus ist mit seinen circa 17 Hektar Fläche aktuell eine der größten Siedlungserweiterungen der Landeshauptstadt Stuttgart. Nun nimmt das Projekt weiter an Formen an.

Ein Preisgericht hat am Montag, 19. Juli, den gemeinsamen Entwurf von Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner aus Düsseldorf und Faktorgrün Landschaftsarchitekt aus Freiburg ausgezeichnet.

Der Leiter des Amts für Stadtplanung und Wohnen, Dr.-Ing. Detlef Kron, sagte am Montag, 19. Juli: „Ich freue mich, dass wir nun einen weiteren, wichtigen Schritt hin in diesem Projekt gemacht haben. Hier wird ein eigenständiges zukunftsorientiertes Quartier mit rund 500 Wohneinheiten entstehen. Es wird für rund 1.500 Bürgerinnen und Bürgern Leben und Wohnen mit hoher Lebensqualität bieten.“

Über neun Stunden tagte das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Jens Wittfoht. Vorausgegangen war ein ausgelobter nicht‐öffentlicher Wettbewerb. Insgesamt wurden 23 Arbeiten eingereicht. Gefordert war im Wettbewerb ein innovatives und nachhaltiges Konzept für die städtebauliche Erweiterung Mühlhausens. Im Vordergrund steht vor allem der dringend benötigte Wohnungsbau mit städtebaulichen Qualitäten, und einer verträglichen Dichte und Höhenentwicklung. Besonderes Gewicht hat der Bezug und die Einbettung am Ortsrand in die freie Landschaft und auch die Entwicklung von Grünstrukturen im Plangebiet.

Der Vorsitzende des Preisgerichts, Prof. Jens Wittfoht, betonte: „Der Siegerentwurf verknüpft den historischen Ort Mühlhausen an den richtigen Stellen mit Grünzügen an das neue Gebiet. Neue Wohnformen werden hier ein gesellschaftlich, gemeinschaftliches Miteinander fördern.“

Vielfältiges Wohnangebot mit entsprechender Infrastruktur

Der Planungsentwurf sieht neben hunderten neuen Wohneinheiten eine zweizügige Grundschule sowie vier Kitastandorte über das Gebiet verteilt vor. In der Mitte des Quartiers sollen die nötigen Infrastrukturen, wie Schule, Einzelhandel und Dienstleistung angesiedelt sein. Der Quartiersplatz soll sich zu einem lebendigen Ort entwickeln. Durch die Erhaltung der alten Scheunen bietet der Platz einen identitätsstiftenden Übergang zum Bestehenden.

Der Städtebau ermöglicht zudem alternative variable Wohnformen. Vorstellbar sind Clusterwohnen, Pflegewohnungen, Baugenossenschaften, Baugruppen, etc.

Die vielfältigen Grünflächen können sich positiv auf die Klimabilanz des Quartiers auswirken. Außerdem können die Freiräume als Erholungsflächen genutzt werden und bieten ausreichend Schutz als Überflutungsflächen.
Auf Basis des Planungsentwurfes wird nun ein Bebauungsplan erarbeitet. Die Bearbeitungszeit hierfür beträgt in der Regel drei bis fünf Jahre.

Mehr Informationen zu dem Projekt Neubaugebiet Schafhaus ist hier zu finden: https: //www.stuttgart.de/leben/stadtentwicklung/oeffentlichkeitsbeteiligung/wettbewerbe-des-amts-fuer-stadtplanung-und-wohnen/planungswettbewerb-schafhaus.php