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Landeshauptstadt Stuttgart

Cotta-Preis 2020

Digitale Würdigung der Johann‐Friedrich‐von‐Cotta‐Literatur‐ und Übersetzerpreisträger 2020

Der Schriftsteller Thomas Stangl und die Übersetzerin Claudia Steinitz erhalten den 19. Cotta‐Preis des Jahres 2020 der Stadt Stuttgart. Der Preis ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert und wird seit seiner Gründung im Jahr 1978 als Auszeichnung für Literatur und Übersetzung verliehen.

Thomas Stangl und Claudia Steinitz, die Preisträger des Johann‐Friedrich‐von‐Cotta‐Literatur‐ und Übersetzerpreises 2020.

Da die Preisverleihung wegen der Corona‐Pandemie nicht live stattfinden kann, würdigt die Stadt Stuttgart den Preisträger und die Preisträgerin digital auf  www.stuttgart.de/cotta. Das Grußwort spricht Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer. Die Schriftstellerin Monique Schwitter hält für Thomas Stangl die Laudatio, der Übersetzer Christian Hansen wird in seiner Rede ausführen, was die Jury dazu bewog, Claudia Steinitz auszuzeichnen. Auch die Lesungen und Interviews mit den beiden Preisträgern sind digital abrufbar.

Thomas Stangl, 1966 in Wien geboren, studierte Philosophie und Hispanistik. Er veröffentlichte bisher die Romane „Der einzige Ort“, „Ihre Musik“, „Was kommt“, „Regeln des Tanzes“ und „Fremde Verwandtschaften“ sowie die Essaybände Reisen und Gespenster und Freiheit und Langeweile. Zuletzt erschien sein erster Erzählband „Die Geschichte des Körpers“ (2019), für den er im Besonderen die Auszeichnung erhielt. „Kompromisslos gegenüber Erzählkonventionen ist Thomas Stangls Literatur immer in Bewegung“, begründet die Jury die Entscheidung. „Immer wieder spürt er verborgenes Terrain auf und legt neue Welten frei. Für diese unvertrauten Gebiete findet – und erfindet – Stangl eine höchst kunstvolle, sinnliche, dichte Sprache.“

Claudia Steinitz, 1961 in Berlin geboren, studierte Romanistik und ging einen ungewöhnlich geradlinigen Weg zum Beruf der Literaturübersetzerin, den sie inzwischen seit mehr als dreißig Jahren ausübt. Zu den ihr wichtigsten Autorinnen und Autoren aus Frankreich gehören neben Virginie Despentes Yanick Haenel, Nancy Huston, Véronique Olmi und Albertine Sarrazin. Bei Claudia Steinitz würdigt die Jury ausdrücklich ihre Übertragung der „Subutex“‐Romane von Virginie Despentes ins Deutsche, „deren Polyphonie allerhöchste Ansprüche an die Übersetzung stellt. Mit hohem sprachlichen Einfühlungsvermögen und großer Stilsicherheit trifft Claudia Steinitz hier in jedem Moment den richtigen Ton.“

Der Jury gehörten neben den Mitgliedern des Gemeinderats, Dr. Christine Lehmann, Jürgen Sauer und Guntrun Müller‐Enßlin die Lektorin Juliane Schindler, die Schriftstellerin Monique Schwitter, der Übersetzer Christian Hansen und der Literaturkritiker Dr. Stefan Kister sowie als Vorsitzender der Erste Bürgermeister Dr. Fabian Mayer an.