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Landeshauptstadt Stuttgart

Kulturpreise und Stipendien

Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis

Der Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart wird im dreijährigen Turnus an jeweils eine Schriftstellerin oder einen Schriftsteller sowie eine Übersetzerin oder einen Übersetzer verliehen. Er ist mit 20.000 Euro dotiert.

19. Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis 2020: Thomas Stangl und Claudia Steinitz

Der 19. Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzerpreis 2020 wird an den Schriftsteller Thomas Stangl und an die Übersetzerin Claudia Steinitz verliehen. Die festliche Preisverleihung im Großen Sitzungssaal des Rathauses der Landeshauptstadt Stuttgart ist für den Herbst 2020 geplant. Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Thomas Stangl, Preisträger des Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzerpreises 2020

Thomas Stangl, 1966 in Wien geboren, studierte Philosophie sowie Hispanistik und lebt in Wien. Für sein Werk erhielt er unter anderem den Aspekte-Preis 2004, den Literaturpreis der deutschen Wirtschaft 2007, den Telekom-Austria-Preis beim Bachmann-Preis 2007, den Alpha-Literaturpreis 2010, den Erich-Fried-Preis 2011, den Wortmeldungen-Literaturpreis und den Schillerpreis (beide 2019). Er veröffentlichte bisher die Romane "Der einzige Ort" (2004), "Ihre Musik" (2006), "Was kommt" (2009) "Regeln des Tanzes" (2013) und "Fremde Verwandtschaften"(2018) sowie die Essaybände "Reisen und Gespenster" (2012), "Freiheit und Langeweile" (2016) sowie den Band mit Erzählungen "Die Geschichte des Körpers" (2019).

Claudia Steinitz, Preisträgerin des Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur- und Übersetzerpreises 2020

Claudia Steinitz, 1961 in Berlin geboren, erklärte ihren Eltern mit sechzehn Jahren, sie habe außer dem Französischen (der Sprache ihrer Großmutter) und der Literatur keine Interessen, auf denen sich ein Leben aufbauen lasse. Folgerichtig studierte sie Romanistik und ging einen ungewöhnlich geradlinigen Weg zum Beruf der Literaturübersetzerin, den sie inzwischen seit mehr als dreißig Jahren ausübt. Überwogen anfänglich noch Filmdrehbücher, Romane und Kinderbücher aus dem Italienischen, verschob sich der Schwerpunkt bald zur französischen Literatur. Zu den ihr wichtigsten Autorinnen und Autoren aus Frankreich gehören Yanick Haenel, Nancy Huston und Véronique Olmi. In den letzten Jahren teilten sich zwei starke und sprachmächtige Schriftstellerinnen den Platz auf ihrem Schreibtisch und in ihrem Übersetzerinnenherz, Albertine Sarrazin (1937-1967) und Virginie Despentes.

Statements des Preisträgers und der Preisträgerin

Thomas Stangl: „Ich freue mich sehr über die Zuerkennung des Johann-Friedrich-von-Cotta-Preises. Neben dem (gerade für einen freien Schriftsteller) wichtigen materiellen Aspekt ist dieser Preis für mich auch als Anerkennung und Ermutigung bedeutsam, nicht nur als Anerkennung meines eigenen Schreibens, sondern allgemein der Art von Literatur, an der ich hänge. Der Name Cotta beschwört, über die schöne und lange Reihe von unter diesem Namen verlegten Büchern, eine ungeheuer intensive Epoche der deutschsprachigen Literatur herauf. Ich stelle mir vor, wie kleine imaginäre Zusammenkünfte über die Zeiten hinweg entstehen und uns alle im 21. Jahrhundert aus großer Ferne der alte Scardanelli grüßt.“

 

Claudia Steinitz: „Ich freue mich sehr über den Johann-Friedrich-von-Cotta-Literatur-und Übersetzerpreis der Landeshauptstadt Stuttgart, der neben dem langen Namen das wunderbare Alleinstellungsmerkmal hat, eine*n Autor*in und eine*n Übersetzer*in gleichberechtigt zu würdigen. Der Namensgeber des Preises war nicht nur im 18. und frühen 19. Jahrhundert der Verleger aller deutscher Autoren, die damals Rang und Namen hatten, von Goethe und Schiller über Humboldt bis Hegel. Er führte auch die Dampfschifffahrt auf dem Bodensee ein, weshalb ich mich als Übersetzerin auch bei ihm als Fährmann bestens aufgehoben fühle. Mit besonderem Stolz erfüllt mich die Auszeichnung angesichts der früheren Preisträger*innen, zu denen Elke Wehr, Rosemarie Tietze, Nikolaus Stingl und Claudia Ott gehören.“

Kulturamt

Eva-Maria Rembor

Mitarbeiterin Kulturamt - Abteilung Kulturförderung

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