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Landeshauptstadt Stuttgart

Aktuelle Meldung

Förderprogramm „Stuttgart für alle inklusiv“ beschlossen

In der Sitzung des Gemeinderats am Montag, 21. Dezember wurde das Förderprogramm „Stuttgart für alle inklusiv“ einmütig beschlossen. Die Stadt fördert damit private Einrichtungen, die für mehr Barrierefreiheit sorgen.

Das Förderprogramm umfasst neben baulichen und technischen Maßnahmen auch die barrierefreie Gestaltung von Websites oder Veranstaltungsprogrammen.

Da Menschen mit Behinderung, ob sinnesbehindert oder mobilitätseingeschränkt, ein barrierefreies Umfeld benötigen, um am gemeinschaftlichen Leben in der Stadtgesellschaft teilzunehmen und die vielfältigen Dienstleistungen, Freizeit- oder Kulturangebote in Stuttgart nutzen zu können, hat die Stadt das Förderprogramm aufgelegt. Es sieht in einem ersten Schritt eine Fördersumme von 500.000 Euro vor, um die barrierefreie Anpassung in Einrichtungen der Freizeit, Kultur, des Gaststättengewerbes oder der Medizin zu fördern.

Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen

Oberbürgermeister Fritz Kuhn: „Menschen mit Behinderung sind selbstverständlich Teil unserer Stadtgesellschaft. Sie wollen natürlich auch Dienstleistungen und Produkte privater Anbieter in Anspruch nehmen, in Zukunft wieder Veranstaltungen besuchen oder mit anderen essen gehen, dafür benötigen sie gute Zugänge. Ich freue mich sehr, dass für die bessere Zugänglichkeit im Rahmen der Haushaltsplanberatungen 2020/2021 im Haushaltspaket ‚Inklusion 2.0‘ auch ein Förderprogramm für die umfassende Barrierefreiheit in der Stadtgesellschaft beschlossen wurde.“

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales aus dem Jahr 2018 ist die Barrierefreiheit in Unternehmen der Privatwirtschaft in Deutschland deutlich verbesserungswürdig. Insbesondere durch die Richtlinie der Europäischen Union, dem „European Accessibility Act“ wird der politische Druck in den nächsten Jahren auch in Deutschland zunehmen, Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft vorsorglich umzusetzen.

Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration dazu: „Blinde, hörbehinderte oder mobilitätseingeschränkte Menschen erleben oftmals Hürden, wenn sie beispielsweise ein Café, ein Kino, einen Supermarkt oder eine Arztpraxis besuchen wollen. Wenn diese Einrichtungen nicht barrierefrei sind, ist es für sie sehr frustrierend. Barrierefreiheit ist notwendig, um teilzuhaben, seine Besorgungen zu erledigen und seinen Alltag zu bewältigen. Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Förderprogramm die Teilhabemöglichkeiten verbessern können.“

Weitere Informationen

Referat Soziales und gesellschaftliche Integration

Simone Fischer

Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung