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Landeshauptstadt Stuttgart

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Nachhaltig fit für morgen: Vierte Runde beendet

Drei Stuttgarter Unternehmen, die an der vierten Runde des Förderprogramms „Nachhaltig fit für morgen“ teilnehmen, haben ihren Gemeinwohl-Kompaktbericht fertiggestellt. Die Stadt Stuttgart fördert die Beratungen mit 50 Prozent und das optionale Audit mit 100 Prozent.

Die Teilnehmenden des vierten Konvoi beim Kick-Off-Workshop im Juni 2020; vordere Reihe (v.l.n.r.): Monika Roß, Rahm Projektmanagement Schlüsselfertigbau GmbH; Dr. Benjamin Haar, Sportvereinigung Feuerbach 1883 e.V. Hintere Reihe von links nach rechts: Ulrike Schnitzer, SFP Architekten GmbH; Gebhard Moser, Berater, Sinnökonomie im Einklang, Ulrike Amann, Beraterin, Raum für Gemeinwesen.

Das Förderprogramm „Nachhaltig fit für morgen“ erleichtert Stuttgarter Unternehmen, in die Gemeinwohlökonomie einzusteigen und sich nachhaltiger auszurichten. Die Betriebe erstellen ihren Gemeinwohlbericht in moderierten Konvoi‐Workshops, die mit Individualbetreuung durch zertifizierte Beratende kombiniert werden.

Ines Aufrecht, Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, sagt: „Ich freue mich sehr, dass die Unternehmen ihren Bericht so zügig und insbesondere in der derzeitigen Situation erstellt haben. Das Förderprogramm läuft weiter. Am 3. Mai startet die nächste Runde, zu der sich Unternehmen ab sofort anmelden können.“

Förderprogramm "Nachhaltig fit für morgen"

Die nächste Runde startet am 3. Mai. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Planen, Bauen, Arbeiten – weitergedacht

„Seit vielen Jahren ist es der Kern unseres Schaffens, ressourcenschonend und sozialverträglich zu bauen“, erläutert Ulrike Schnitzer, geschäftsführende Gesellschafterin der SFP Architekten GmbH. „Dieser Anspruch treibt uns an. Wir wollen ihm auch in Zukunft intern und bei der Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartner*innen gerecht werden.“ Die GWÖ-Matrix zeigt, wie nachhaltig, solidarisch und ökologisch das Unternehmen aufgestellt ist und welche Aspekte des Gemeinwohls bei der Arbeit verstärkt werden können.

Die SFP Architekten GmbH setzt bereits Maßnahmen um. Die neuen Büro-e-bikes ermöglichen es, klimafreundlich zu den Auftrageber*innen und Baustellen zu fahren. Büromaterial spart das Architekturbüro ein, indem es weitere Abläufe digitalisiert. „Bei der Teamarbeit sorgen wir für mehr Transparenz. Das verbessert die Planungs- und Bauprozesse“, ergänzt Ulrike Schnitzer. „Wichtig ist es uns, Maßnahmen gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen und im Dialog mit Kund*innen zu erarbeiten.“

Rahm Bau Schritt für Schritt besser werden – für Kunden, Handwerker und Mitarbeiter

Die Rahm Projektmanagement Schlüsselfertigbau GmbH nimmt am Förderprogramm teil, um die Bauvorhaben nachhaltiger zu realisieren und die eigene Wettbewerbsposition zu verbessern. „Während des Projekts haben wir unser Wirken und unsere Arbeitsprozesse durchleuchtet. Das war aufwendig, hat sich aber gelohnt“, berichtet Monika Roß, kaufmännische Leitung des Unternehmens. „Die Umsetzung der ersten Maßnahmen läuft bereits. Uns liegt es besonders am Herzen, uns auf ökologisch nachhaltiges Bauen zu spezialisieren. Das möchten wir zukünftig verstärkt anbieten. Wir werden daran gemeinsam mit unseren Partnerfirmen und Handwerkern arbeiten.“

Bewegung auch in Sachen Nachhaltigkeit

„Auch der Sport muss sich großen Herausforderungen wie dem Klimawandel stellen. Es sind heute schon Lösungen gefragt“, ist Dr. Benjamin Haar, Geschäftsführer der Sportvereinigung Feuerbach 1883 e.V. überzeugt. Daher macht der Verein beim Förderprogramm mit. Sich anhand der Leitlinien der Gemeinwohl-Ökonomie mit der eigenen Organisation zu beschäftigten, hilft der Sportvereinigung. „Jetzt haben wir es schwarz auf weiß und wissen, wie sich unser Handeln auswirkt“, ergänzt Haar.

Die Sportvereinigung hat sich drei Handlungsfelder vorgenommen: Der Energieverbrauch soll sinken, indem beispielsweise auf LED-Beleuchtung umgestellt wird. Der Verein möchte die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter*innen mit ergänzenden Sozialleistungen wie Jobticket, Jobrad oder einer betrieblichen Krankenversicherung weiter verbessern. Um nachhaltiger einzukaufen, werden die Beschaffungsrichtlinien überarbeitet.