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Landeshauptstadt Stuttgart

Familie

Kinderfahrräder einfach und kostengünstig leihen

Mit dem neuen Vermietprogramm „Rössle Kids“ erhalten finanzschwache Familien einen niederschwelligen Zugang zu Kinder- und Jugendfahrrädern. Ergänzend zum E-Lastenrad-Vermietprogramm „Stuttgarter Rössle“ hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik am Dienstag, 19. März, dem Programm zugestimmt.

Im Rahmen des Programms „Rössle Kids“ können finanzschwache Familien Kinder- und Jugendfahrräder leihen.

Haushalte mit Bonuscard + Kultur können über das Programm ein Kinder- oder Jugendfahrrad für fünf Euro monatlich mieten. Für Familien mit FamilienCard kostet es acht Euro pro Monat. 

Um unter anderem den administrativen Aufwand zu reduzieren, ist der Mietvertrag für mindestens sechs Monate abzuschließen. Danach ist er monatlich kündbar.

Finanzschwache Stuttgarter Familien haben in der Regel nur geringe finanzielle Spielräume, ihren heranwachsenden Kindern neben den Dingen des täglichen Bedarfs immer wieder passende Kinderfahrräder anzuschaffen. Zur Vermeidung von Stigmatisierungen wird im Gegensatz zum „Stuttgarter Rössle“ auf ein Branding der Kinderfahrräder verzichtet.

40 Kinder- und Jugendräder in drei Größen

Wie schon die E-Lastenräder „Stuttgarter Rössle“ sollen auch die „Rössle-Kids“ im Auftrag der Stadt von der Neuen Arbeit gGmbH verwaltet und vermietet werden. Dazu wird das Sozialunternehmen in Abstimmung mit der Verwaltung zunächst mindestens 40 geeignete Kinder- und Jugendräder in drei verschiedenen Größen beschaffen.

Die Stadt stellt dafür im Jahr 2024 zunächst 30.000 Euro zur Verfügung. Für Dienstleistungen, Abwicklung, Service und Reparaturen wird ein jährlicher Betrag von 15.000 Euro benötigt. Weitere 5.000 Euro kommen für geeignete Werbemaßnahmen hinzu. Um das Risiko des Verlusts der Räder für die Neue Arbeit zu minimieren, sollte die Hausratversicherung der Mietenden, sofern vorhanden, den Diebstahl mit abdecken.

Verleih an den Fahrradservicestationen der Neuen Arbeit

Die Räder werden an den vier Fahrradservicestationen der Neuen Arbeit gGmbH zur Vermietung bereitgestellt. In den Cap-Märkten der Neuen Arbeit sowie im Sozialkaufhaus wird auf das neue Angebot hingewiesen. Auch das Bildungs- und Teilhabeteam des Jobcenters sowie die für freiwillige Leistungen zuständige Stelle beim Sozialamt, die auch die Bonuscard administriert, werden das Vermietprogramm aktiv bewerben.

Nach einer Evaluation soll im Dezember über die Fortführung des Programms entschieden werden. Im Doppelhaushalt 2024/2025 stehen pro Jahr 50.000 Euro für das Programm bereit. Der Beschluss des Ausschusses für Stadtentwicklung und Technik erfolgte vorbehaltlich der Zustimmung des Regierungspräsidiums zum Doppelhaushalt.

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