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Landeshauptstadt Stuttgart

Wirtschaft

Fairtrade in Stuttgart

Seit Herbst 2013 trägt die Stadt Stuttgart den Titel Fairtrade-Stadt. Damit verspricht die Landeshauptstadt sich für den fairen Handel und faire Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern stark zu machen.

Als Fairtrade-Stadt setzt sich die Stadt Stuttgart für den Kauf von fair gehandelten Produkten, wie zum Beispiel Kakao, ein. Daran beteiligen sich auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen.

Die Landeshauptstadt war die 200. Stadt in Deutschland, die als Fairtrade-Kommune anerkannt wurde. Der Gemeinderat hat bereits im Sommer 2011 beschlossen, dass Stuttgart fair werden soll. Mittlerweile tragen 21 der 23 Stuttgarter Stadtbezirke das Fairtrade-Siegel. Degerloch war übrigens der erste Fairtrade-Stadtbezirk in ganz Deutschland – zusammen mit dem Berliner Stadtteil Charlottenburg.

Was bedeutet Faitrade?

Ökonomisch, ökologisch, sozial – das sind die drei Grundpfeiler von Fairtrade. Das Ziel: eine gerechtere Welthandelsordnung zu schaffen. Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiter im globalen Süden sollen bessere Preise erzielen, Produzierende einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit unter menschenwürdigen Bedingungen erhalten. Dadurch sollen sie die Armut aus eigener Kraft überwinden und ihr Leben unabhängig bestimmen können.

Die Fairtrade-Standards sind klar definiert:

  • stabile, existenzsichernde Mindestpreise
  • Fairtrade-Prämien, die für Gemeinwohlprojekte verwendet werde (zum Beispiel Schulen)
  • Verbot unerlaubter Kinderarbeit und Zwangsarbeit
  • Langfristige Handelsbeziehungen
  • Gewerkschaftsfreiheit
  • Gesundheitsschutz

Wie wird eine Stadt fair?

In Deutschland gibt es mittlerweile fast 700 „Fairtrade-Städte“, weltweit tragen mehr als 2.200 Städte diesen Titel. In der Bundesrepublik kümmert sich der Kölner Verein TransFair e.V. um die Zertifizierung. 

Fünf Kriterien sind dafür zu erfüllen und auch einzuhalten: 

1. Der jeweilige Bezirksbeirat beschließt, Fairtrade-Stadtbezirk zu werden. Bei Sitzungen oder Veranstaltungen im Bezirk und im Büro der Bezirksvorsteher und Bezirksvorsteherinnen wird fairer Kaffee ausgeschenkt und ein weiteres faires Produkt verwendet.

2. Eine Steuerungsgruppe mit mindestens drei Personen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft koordiniert vor Ort alle Schritte zur Zertifizierung.

3. Lokale Einzelhandelsgeschäfte, Floristen und Gastronomie beteiligen sich, indem sie jeweils mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel anbieten. Wie viele von ihnen ein „faires“ Sortiment für die Zertifizierung aufweisen müssen, hängt von der Einwohnerzahl im Bezirk ab.

4. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen verwenden Fairtrade-Produkte und betreiben Bildungsarbeit zu „Fairem Handel“.

5. Lokale Medien berichten über die Schritte zum Titel „Fairtrade-Town“ und auch danach über Aktivitäten rund um Fairtrade.

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