Lass es Blühen! Gemeinsam für Insektenvielfalt

Schmetterlinge, Wildbienen und mit ihnen sind viele tausend Insektarten selten geworden oder gar bedroht. Doch Insekten sind unverzichtbar für unser Ökosystem. Sie bestäuben viele Pflanzen, sorgen für den Nährstoffkreislauf in der Natur und sind schließlich selbst wieder Futter für andere Tiere. Insekten stellen fast drei Viertel aller Tierarten in Deutschland dar.


Das Amt für Umweltschutz macht auf das Thema "Insektenschutz" aufmerksam und lädt im Jahresverlauf 2020 zu einer Reihe von Veranstaltungen ein.
Die folgenden Informationen machen auf Zusammenhänge aufmerksam und geben Tipps für Bürger, Betriebe und Institutionen, wie Insekten geschützt und gefördert werden können.


Veranstaltungen

Veranstaltungen im Juli 2020

Sa, 4. Juli 2020
Lebensräume schaffen mit bunten Wiesen
(Exkursion Bunte Wiese Stuttgart)
findet nicht statt

So, 5. Juli 2020 von 14 bis 16 Uhr
Insekten-Exkursion für Anfänger*innen
(Exkursion NABU Stuttgart)
Anmeldung erforderlich Tel. 0711 / 62 69 44
nabu (at) nabu-stuttgart.de

So, 5. Juli 2020
Thementag Insekten
(Familienveranstaltung Wilhelma)
findet nicht statt

Veranstaltungen im August 2020

So, 2. August 2020 von 14 bis 16 Uhr
Insektenzählung
(Exkursion NABU Stuttgart)
Anmeldung erforderlich Tel. 0711 / 62 69 44
nabu (at) nabu-stuttgart.de

Veranstaltungen im September 2020

So, 6. September 2020
Artenschutztag in der Wilhelma
(Familienveranstaltung Wilhelma)
findet nicht statt


Veranstaltungsprogramm zu "Lass es Blühen!" (PDF 4.067)
Bitte beachten Sie, dass einige Veranstaltungen ausfallen bzw. nur eingeschränkt stattfinden können.


Tipps für einen insektenfreundlichen Garten:

  • Wiesenflächen nur etwa 2 mal jährlich mähen, möglichst erst nach der Hauptblüte
  • große Wiesen in Abschnitten mähen und Blühinseln stehen lassen
  • mehrjährige heimische Wiesenblumen ansäen anstelle von Rasen Liste empfehlenswerter Wiesenkräuter (PDF 24 KB)
  • einen Teil der abgeblühten Planzen bis ins Frühjahr stehen lassen, sie dienen einigen Insektenarten als Nist- oder Überwinterungsplatz
  • auf Dünger verzichten
Exotische Pflanzen, wie zum Beispiel Geranien, sind für die meisten Insekten fremd und werden nicht als Nahrungsquelle erkannt.
Sie haben noch Fragen zur Gartengestaltung?

Die Umweltberatung hilft Ihnen gerne weiter:
Telefon +49 711 21688600
umweltberatung@stuttgart.de.

Nisthilfen für Wildbienen selber bauen

Umwelt-Tipp Wildbienen schützen und fördern (PDF 202 KB)

Gefährdete Wildbienen - Nisthilfen bauen und Lebensräume schaffen (PDF 4.484 KB) Ausführliche Anleitungen auf 24 Seiten mit vielen praktischen Hinweisen, mit freundlicher Genehmigung von Manfred Radtke, BUND KG Rotenburg.

Lichtverschmutzung vermeiden


Nachtaktive Insekten werden durch überflüssiges Licht und falsche Beleuchtung unnötig angelockt und geraten dadurch in tödliche Lichtfallen. Was zu tun ist, lesen Sie hier: Nachterlebnis statt Lichtverschmutzung (PDF 277 KB)


Weitere Informationen und Links:

Faszination Wildbienen (Dr. Paul Westrich)
Informationen über Lebensräume und die Lebensweise, zu Blütenbeziehungen, Nutznießern und Gegenspielern mit vielfältigen Anregungen und Empfehlungen, wie Sie Wildbienen zu Hause, im Garten oder in der Schule fördern, ansiedeln und beobachten können.

Wie helfe ich den Wildbienen?
BUND-Broschüre. Die Broschüre zeigt einfache und effektive Maßnahmen, um Wildbienen zu helfen.

Wie helfe ich den Schmetterlingen?
BUND-Broschüre. Wie jeder einzelne etwas zum Schutz der Schmetterlinge beitragen kann.

www.wildbienen.de
Hans-Jürgen Martin. Themenseite zur Lebensweise von Wildbienen und Schutzmaßnahmen.

Insekten konkret helfen - Was jede(r) einzelne tun kann
NABU-Infoseite mit vielen Tipps und Anleitungen vom Einkauf über Trockenmauerbau bis zur Lehmpfütze.

Blühflächen anlegen und pflegen
BUND-Infoseite. Je nach Standort (Fettwiese, Halbwiese oder Magerwiese) werden verschiedene Pflegemaßnahmen empfohlen.

Grundstückspflege im Aussenbereich (PDF)
Amt für Umweltschutz Stuttgart. Ein knapper Überblick zu naturverträglichen und landschaftsgerechten Pflegemaßnahmen.

VWW - Verband deutscher Wildsamen- und Wildpflanzenproduzenten e.V.
Bezugsquellen für heimisches Saatgut: Es sollte sich um Saatgut heimischer Arten handeln, welches für das Gebiet "Südwestdeutsches Bergland" (11) in der Region produziert wurde.

9-Punkte-Plan gegen das Insektensterben (Forscher präsentieren auf internationalem Insektenschutzsymposium am Naturkundemuseum Stuttgart Maßnahmenplan zur Bekämpfung des Insektensterbens.)


Hingehen, anschauen, nachmachen: Beispiele für insektenfreundliche Flächen

Regierungspräsidium und Wilhelma fördern gemeinsam den Erhalt der Wildbienen-Vielfalt
In der Wilhelma und im benachbarten Rosensteinpark wurden Trittsteinbiotope für Wildbienen geschaffen, um ihr Überleben in kleinen Bereichen zu sichern, von wo aus sie sich wieder ausbreiten können.

In den Hohenheimer Gärten wurden sechs verschiedene Blühstreifen mit unterschiedlichen retionaltypischen Wiesenblumen-Arten eingesäht. Die Demonstrationsflächen nahe dem Monpteros wurden auf 5 Jahre angelegt.