Lass es Blühen! Gemeinsam für Insektenvielfalt

Schmetterlinge, Wildbienen und mit ihnen sind viele tausend Insektarten selten geworden oder gar bedroht. Doch Insekten sind unverzichtbar für unser Ökosystem. Sie bestäuben viele Pflanzen, sorgen für den Nährstoffkreislauf in der Natur und sind schließlich selbst wieder Futter für andere Tiere. Insekten stellen fast drei Viertel aller Tierarten in Deutschland dar.


Das Amt für Umweltschutz macht auf das Thema "Insektenschutz" aufmerksam und lädt im Jahresverlauf zu einer Reihe von Veranstaltungen ein.
Die folgenden Informationen machen auf Zusammenhänge aufmerksam und geben Tipps für Bürger, Betriebe und Institutionen, wie Insekten geschützt und gefördert werden können.


Veranstaltungen

Lass es blühen! Gemeinsam für Insektenvielfalt

Veranstaltungen Juli 2019

Die Egelseer Heide im Fokus des Artenschutzkonzeptes (Exkursion Amt für Umweltschutz)
Fr, 26. Juli 2019 von 14 bis 16 Uhr

Blühende Wiesen am Stadtrand in Zazenhausen (Exkursion Imkerverein Stuttgart, ARGE Nord-Ost)
Sa, 27. Juli 2019 von 15 bis 16.30 Uhr

Lerne die Schmetterlinge im Waldgebiet Katzenbacher Hof kennen (Exkursion BUND Stuttgart)
So, 28. Juli 2019 von 14 bis 16 Uhr

Veranstaltungen August und September 2019

Blühende Wiese in der Nähe des Feuerbacher Friedhofs (Exkursion Imkerverein Stuttgart e.V. und Forum Bienenschutz e.V.)
Sa, 3. August, 15 bis 16.30 Uhr

Insekten-Exkursion mit Zählung (Exkursion NABU Stuttgart)
So, 4. August, 14 bis 16 Uhr

Wichtiger Bestäuber für Nutzpflanzen - die Honigbiene (Imkerverein
Stuttgart e. V. und Forum Bienenschutz e. V.)
So, 8. September, 10.30 bis 16 Uhr

Veranstaltungsprogramm zu "Lass es Blühen!" (PDF 1.659 KB)


Umweltpreis 2019

Gesucht werden kleine oder große Projekte in Stuttgart, die einen Beitrag zum Erhalt vorhandener oder zur Entwicklung neuer natürlicher Lebensräume für Insekten geleistet haben. Mitmachen können u.a. Stuttgarter Bürger, Schulen und Kindereinrichtungen, Vereine und Unternehmen.

In verschiedenen Kategorien können Preisgelder bis zu 1.000 Euro gewonnen werden. Dabei spielen Originalität, Beitrag zum Artenschutz und der Multiplikatoreffekt eine Rolle.

Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 31. Juli 2019.

Weitere Infos:
Umweltpreis 2019 - Lass es blühen!


Blütenvielfalt für Schmetterlinge, Wildbienen & Co: Kostenfreies Samentütchen

Um mehr bunte Blumen auf die Balkone und in die Gärten in Stuttgart zu bringen, startet ab April wieder die Blumensamen-Aktion: Eine Kooperation mit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Tütchen mit Samen von etwa 20 bunten Blühpflanzen werden an der Rathaus-Infothek und in den Bezirksrathäusern kostenfrei ausgegeben.

Welche Wildblumensamen sind in der Blütentüte? (PDF 21 KB)

Exotische Pflanzen, wie zum Beispiel Geranien, sind für die meisten Insekten fremd und werden nicht als Nahrungsquelle erkannt.

Tipps für einen insektenfreundlicheren Garten:

  • Wiesenflächen nur etwa 2 mal jährlich mähen, möglichst erst nach der Hauptblüte
  • große Wiesen in Abschnitten mähen und Blühinseln stehen lassen
  • mehrjährige heimische Wiesenblumen ansäen anstelle von Rasen Liste empfehlenswerter Wiesenkräuter (PDF 24 KB)
  • einen Teil der abgeblühten Planzen bis ins Frühjahr stehen lassen, sie dienen einigen Insektenarten als Nist- oder Überwinterungsplatz
  • auf Dünger verzichten
Sie haben noch Fragen zur Gartengestaltung?

Die Umweltberatung hilft Ihnen gerne weiter:
Telefon +49 711 21688600
umweltberatung@stuttgart.de.

Nisthilfen für Wildbienen selber bauen

Umwelt-Tipp Wildbienen schützen und fördern (PDF 202 KB)

Gefährdete Wildbienen - Nisthilfen bauen und Lebensräume schaffen (PDF 4.484 KB) Ausführliche Anleitungen auf 24 Seiten mit vielen praktischen Hinweisen, mit freundlicher Genehmigung von Manfred Radtke, BUND KG Rotenburg.

Lichtverschmutzung vermeiden


Nachtaktive Insekten werden durch überflüssiges Licht und falsche Beleuchtung unnötig angelockt und geraten dadurch in tödliche Lichtfallen. Was zu tun ist, lesen Sie hier: Nachterlebnis statt Lichtverschmutzung (PDF 277 KB)


Weitere Informationen und Links:

Faszination Wildbienen (Dr. Paul Westrich)
Informationen über Lebensräume und die Lebensweise, zu Blütenbeziehungen, Nutznießern und Gegenspielern mit vielfältigen Anregungen und Empfehlungen, wie Sie Wildbienen zu Hause, im Garten oder in der Schule fördern, ansiedeln und beobachten können.

Wie helfe ich den Wildbienen?
BUND-Broschüre. Die Broschüre zeigt einfache und effektive Maßnahmen, um Wildbienen zu helfen.

Wie helfe ich den Schmetterlingen?
BUND-Broschüre. Wie jeder einzelne etwas zum Schutz der Schmetterlinge beitragen kann.

www.wildbienen.de
Hans-Jürgen Martin. Themenseite zur Lebensweise von Wildbienen und Schutzmaßnahmen.

Insekten konkret helfen - Was jede(r) einzelne tun kann
NABU-Infoseite mit vielen Tipps und Anleitungen vom Einkauf über Trockenmauerbau bis zur Lehmpfütze.

Blühflächen anlegen und pflegen
BUND-Infoseite. Je nach Standort (Fettwiese, Halbwiese oder Magerwiese) werden verschiedene Pflegemaßnahmen empfohlen.

Grundstückspflege im Aussenbereich (PDF)
Amt für Umweltschutz Stuttgart. Ein knapper Überblick zu naturverträglichen und landschaftsgerechten Pflegemaßnahmen.

VWW - Verband deutscher Wildsamen- und Wildpflanzenproduzenten e.V.
Bezugsquellen für heimisches Saatgut: Es sollte sich um Saatgut heimischer Arten handeln, welches für das Gebiet "Südwestdeutsches Bergland" (11) in der Region produziert wurde.

9-Punkte-Plan gegen das Insektensterben (Forscher präsentieren auf internationalem Insektenschutzsymposium am Naturkundemuseum Stuttgart Maßnahmenplan zur Bekämpfung des Insektensterbens.)


Hingehen, anschauen, nachmachen: Beispiele für insektenfreundliche Flächen

Regierungspräsidium und Wilhelma fördern gemeinsam den Erhalt der Wildbienen-Vielfalt
In der Wilhelma und im benachbarten Rosensteinpark wurden Trittsteinbiotope für Wildbienen geschaffen, um ihr Überleben in kleinen Bereichen zu sichern, von wo aus sie sich wieder ausbreiten können.

In den Hohenheimer Gärten wurden sechs verschiedene Blühstreifen mit unterschiedlichen retionaltypischen Wiesenblumen-Arten eingesäht. Die Demonstrationsflächen nahe dem Monpteros wurden auf 5 Jahre angelegt.