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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Neu gestaltetes Gashäuschen vermittelt Kindern mehr Sicherheit

Ein neu gestaltetes Gashäuschen soll das Sicherheitsgefühl in Untertürkheim verbessern. Am Freitag, 4. November, haben Klaus Thomas, Vorsitzender des Vereins "Sicheres und Sauberes Stuttgart", die Kinderbeauftragte der Stadt, Maria Haller-Kindler, und Michael Munz, Leiter Gasanlagen bei der Netze BW, das Gashäuschen in der Wallmer-/Biklenstraße vorgestellt. Bei einer Stadtbegehung hatten Schülerinnen und Schüler im Mai angegeben, sich in der Nähe des Gashäuschens besonders unsicher zu fühlen.

Der Stuttgarter Graffiti-Künstler Christoph Ganter hat das vormals triste Objekt im Auftrag der Stadt und der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft mit bunten Naturmotiven verschönert. Dadurch wird der Ort lebendiger, farbenfroher und kindgerechter. Mit dem Kunstwerk will Ganter zeigen, dass Graffiti auch ansprechend sein kann. Das kunstvolle Graffiti soll illegalem Sprühen entgegen wirken, denn diese Motive werden selten übersprüht. Beteiligt an der Finanzierung des Vorhabens war der Förderverein "Sicheres und Sauberes Stuttgart". Klaus Thomas, Vorsitzender des Fördervereins sagte: "Unser Ziel ist es, ein attraktives Stuttgart zu schaffen und zu erhalten. Es freut uns, dass wir helfen können, den Anliegen der Kinder Rechnung zu tragen."
 

An der Stadtteilbegehung in Untertürkheim hatten im Mai insgesamt 40 Schulkinder der Klassen 1 - 6 der Lindenreal- und Wilhelmsschule teilgenommen. Die Begehung wurde von der Kommunalen Kriminalprävention, dem Kinderbüro der Stadt Stuttgart und der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg durchgeführt. Die Kinder nannten insbesondere das Gashäuschen in der Wallmer-/Biklenstraße als Ort, an dem sie sich unsicher fühlen. Das Objekt war voller alter und unansehnlicher Graffitis.

Konzept "Kinderfreundliches Stuttgart"

Die Kinderbeauftragte der Stadt, Maria Haller-Kindler, unterstützte die Aktion der Begehungen von Anfang an und initiierte die wissenschaftliche Begleitung. "Als wir das Konzept Kinderfreundliches Stuttgart erstellt haben, erzählten uns Kinder von Orten in ihrer Umgebung, an denen sie sich nicht wohl fühlen und die sie meiden. Bei der Begehung haben uns Kinder in Untertürkheim ganz konkret gezeigt, was sie meinen. Nun erleben sie, dass sich ihr Einsatz lohnt. Das stärkt die Identifikation mit dem eigenen Stadtteil und ist eine positive und sicherlich prägende Erfahrung mit bürgerschaftlichem Engagement in jungen Jahren", ist sich Haller-Kindler sicher. "Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar für diese großartige Aktion!"

Als Eigentümerin des Häuschens waren die Netze BW von Beginn an von der Aktion überzeugt. Michael Munz, Leiter Gasanlagen bei der Netze BW, sagte: "Technische Anlagen verschönern ja eher selten das Stadtbild - wir freuen uns, dass wir in diesem Fall dabei unterstützen konnten, ein kleines Schmuckstück entstehen zu lassen."

Die Gasdruck-Regelanlage ist eine von rund 120 im Stadtgebiet Stuttgart und arbeitet ähnlich wie eine Umspannstation beim Strom: Gas mit höherem Druck aus den übergeordneten Leitungen wird auf niedrigen Druck gebracht, damit es an die Hausanschlüsse verteilt werden kann.