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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Landeshauptstadt startet Respektlotsenprojekt

Seit Sonntag sind in Stuttgart ehrenamtliche Respektlotsinnen und Respektlotsen im Einsatz. Mit dem Respektlotsenprojekt will die Stadt gezielt vor allem junge Menschen auf Augenhöhe zum Thema Respekt ansprechen.

Das Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kommunalen Kriminalprävention des Referats für Sicherheit, Ordnung und Sport und der Abteilung für Integrationspolitik im Referat Soziales und gesellschaftliche Integration. Kooperationspartner sind der Förderverein Sauberes und Sicheres Stuttgart, die Stuttgarter Jugendhausgesellschaft und das Gemeinschaftserlebnis Sport. Insgesamt konnten bisher 15 Respektlotsinnen und Respektlotsen für ihr Pilotprojekt gewonnen werden – junge Menschen mit unterschiedlichsten Erfahrungen und unterschiedlichsten Sprachen, so gemischt und vielfältig wie die Stadt selbst. 


Jeder hat respektloses Verhalten schon erlebt: Jemand wirft achtlos eine Zigarettenkippe auf den Boden, legt in der U-Bahn die Füße auf den Sitz oder lässt im Park seinen Müll liegen. Doch wie darauf reagieren? Hierin liegt der Auftrag der ehrenamtlichen Respektlotsinnen und Respektlotsen. Sie sollen mit den Verursachern respektvoll ins Gespräch kommen. Denn wer Respekt einfordert, muss auch Respekt geben. Wie sie junge Menschen ansprechen und welche rechtlichen Aspekte es gibt, haben die Respektlotsinnen und Respektlotsen in ihrer ersten Schulung am 1. August im Jugendhaus in Bad Cannstatt gelernt. Auf dem Stundenplan standen Regeln für Zivilcourage, Körpersprache, Kommunikationstipps und Verbal-Aikido. Ihren ersten Einsatz hatten die Respektlotsinnen und Respektlotsen am Sonntag, 9. August, im Inselbad Untertürkheim. Erkennbar waren sie an ihren blauen T-Shirts. Weitere Einsatzorte im Stadtgebiet sind bereits geplant.  


Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, und der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, sind überzeugt von dem Projekt. Bürgermeisterin Dr. Alexandra Sußmann: „Wir können nicht etwas einfordern, was wir selbst nicht bereit sind zu geben. Unser Motto lautet deshalb ‚Respekt geben! Respekt teilen!‘“ Bürgermeister Dr. Martin Schairer: „Im öffentlichen und halböffentlichen Raum, also auch in Parkanlagen oder Bädern, kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen verschiedenen Nutzergruppen. Hier ist es wichtig, dass gerade junge Menschen für ein respektvolles Miteinander, aber auch für Aspekte des Umweltschutzes einstehen.“ 


Beide bedanken sich bei allen Respektlotsinnen und Respektlotsen herzlich für ihr Engagement und ihren freiwilligen Einsatz. 
Finanziert wird das Projekt über das Europäische Forum für Urbane Sicherheit, das von der Europäischen Union gefördert wird und anstrebt, Polarisierung und wachsenden Extremismus in der Gesellschaft zu reduzieren. 


Interessierte an der Aufgabe von Respektlotsinnen und Respektlotsen können sich gerne an die Abteilung Integrationspolitik, Telefon 216-80397, E-Mail kevin.gurkastuttgartde wenden. Weitere Infos unter  www.gemeinschaftserlebnissport.de/respektlotsen-gesucht

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