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Landeshauptstadt Stuttgart

Presse

Die Stadt Stuttgart und die vhs stuttgart setzen gemeinsam neue Akzente in der Inklusion

"Stark sein und etwas verändern!", so lautet das Motto der neuen Kooperation von Stadt und Volkshochschule, die der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe und dem Empowerment von Menschen mit Behinderung in der Landeshauptstadt Stuttgart dient.

Nicht erst die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Menschen mit Behinderung besondere Ausgangsbedingungen haben. Auch die Rückkehr in eine Normalität mit Corona ist erschwert. Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung und die Entwicklung Stuttgarts zu einer inklusiven Stadtgesellschaft ist besonderes Anliegen der Stadtverwaltung und des Gemeinderats. Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Fritz Kuhn wurde für den Haushalt 2020/2021 ein Inklusionspaket 2.0 beschlossen, das zahlreiche Maßnahmen enthält, um Teilhabe und Barrierefreiheit in Stuttgart konsequent voranzubringen.
 
Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, sagt: "Menschen mit Behinderung sollen gestärkt und befähigt werden, eigenes Engagement für sich und ihre Stadtgesellschaft zu entwickeln. Wir arbeiten weiter fest daran, dass sie gute Bedingungen haben, um besser teilhaben und sich auch selbst einbringen zu können. Dies gilt für alle Bereiche, die unser Leben und das Zusammenleben in Stuttgart ausmachen."

Seit 2013 hat die vhs stuttgart ihr inklusives Bildungsangebot hinsichtlich der Anzahl, der Vielfalt an Themen und im Hinblick auf die Bedürfnisse der Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer kontinuierlich weiterentwickelt. Im Jahr 2019 wurden die inklusiven Kurse von etwa 1000 Teilnehmenden mit und ohne Behinderung wahrgenommen.

Dagmar Mikasch-Köthner, Direktorin der vhs stuttgart: "Inklusion ist ein Herzensanliegen der vhs. Unsere inklusiven Kurse haben viel positive Resonanz ausgelöst. Es bestätigt uns, wie wichtig es ist, diese Angebote weiter auszubauen. Die vhs versteht sich nicht zuletzt wegen ihres vielfältigen Weiterbildungsangebots als kompetente und wichtige Partnerin bei der Inklusion in Stuttgart."

Viele Menschen mit Behinderung möchten wieder Angebote in der Stadt oder der vhs besuchen, benötigen dafür Unterstützung oder Begleitung. In einem ersten Schritt stehen bei der vhs Qualifizierungsangebote für ehrenamtlich interessierte Einwohnerinnen und Einwohner zur Verfügung, die sich als Assistenzpersonen engagieren möchten.  

Gleichzeitig entstehen inklusive Kursangebote, Workshops und Coachings zur Persönlichkeitsstärkung und -entwicklung. Menschen mit Behinderung können unterstützt und vorbereitet werden, als Referent tätig zu sein. Die Kursangebote ermuntern dazu, sich weiterzuentwickeln, die eigenen Grenzen zu erweitern und sich mit seinen Begabungen zu zeigen. Der Peer-to-Peer-Ansatz stellt einen wichtigen Baustein dar.

"Damit Menschen mit Behinderung die Angebote in unserer Stadt nutzen und sich selbstverständlich beteiligen können, benötigen sie gute Rahmenbedingungen und teilweise Unterstützung, zum Beispiel personelle Assistenz, verständliche Sprache und ein barrierefreies Umfeld. Der Zugang über eine inklusive Erwachsenenbildung fördert die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung", so Simone Fischer, Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung der Stadt.

Mit der Kooperation unterstreichen Stadt und vhs die Bedeutung der Inklusion in Stuttgart. Der Beirat für Menschen mit Behinderung unterstützt und begleitet den Prozess. Initiativen, Träger und Vereine, in denen sich Menschen mit Behinderung engagieren oder die sich für behinderte Menschen engagieren, sind ebenfalls eingeladen, mitzuwirken.

Der erste Assistenzworkshop findet ab 6. August in der Volkshochschule statt.  

Ansprechperson bei der Volkshochschule Stuttgart: Katrin Wahner, Stabstelle inklusive Angebote, Telefon 0711/1873-717, E-Mail: Katrin.Wahnervhs-stuttgartde

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