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Landeshauptstadt Stuttgart

Rathaus

Fritz Kuhn

Fritz Kuhn war vom 7. Januar 2013 bis 6. Januar 2021 Oberbürgermeister von Stuttgart. Politische Stationen waren zuvor der Landtag von Baden-Württemberg und der Deutsche Bundestag sowie der Bundesvorsitz von Bündnis 90/Die Grünen.

Fritz Kuhn

Verabschiedung von Fritz Kuhn als Oberbürgermeister

Die achtjährige Amtszeit von Fritz Kuhn als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart ist am 6. Januar 2021 zu Ende gegangen. Im Rahmen einer offiziellen Feier im Großen Sitzungssaal des Rathauses, die coronabedingt ohne Gäste und Medienvertreter stattfand, ist er am Montag, 11. Januar, verabschiedet worden. Musikalisch begleitet wurde die Verabschiedungsfeier von dem Gee Hye Lee Trio. Die Moderation übernahm Jens Zimmermann.

Sie können sich die Verabschiedung in unserem Video-Mitschnitt anschauen:

Video-Mitschnitt der Verabschiedung von Fritz Kuhn, Oberbürgermeister a.D.
Video-Mitschnitt der Verabschiedung von Fritz Kuhn, Oberbürgermeister a.D.

„Die Qualität eines Oberbürgermeisters zeigt sich immer auch in Ausnahmesituationen"

Der Erste Bürgermeister Dr. Fabian Mayer sagte bei der Verabschiedungsfeier: „Der Klimawandel ist in mehrfacher Hinsicht ein Leitmotiv der Amtszeit von Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Keiner seiner Vorgänger hat so viel für die Verbesserung der Luftqualität in Stuttgart getan und auf diesem Gebiet auch so viel erreicht wie er. Ein Kennzeichen seiner Politik ist dabei, dass es manchmal erst unbequem sein muss, um dauerhaft und nachhaltig besser werden zu können.“ Als Beispiel führte Mayer den Feinstaubalarm an, der im Zusammenspiel mit weiteren Maßnahmen für eine Einhaltung der Feinstaubgrenzwerte gesorgt hat.

Zum Thema „Klimawandel“ sagte Mayer weiter: „Beim Amtsantritt von OB Kuhn war die Stadt wegen S21 polarisiert und gespalten. Heute haben zwar nicht alle, aber freilich viele ihren Frieden mit dem umstrittenen Großprojekt gemacht. Kuhn hat es verstanden, bei den Kritikern für Akzeptanz zu sorgen und Gegner und Befürworter zu versöhnen. Das hat zu einer atmosphärischen Verbesserung beigetragen.“ 

Kennzeichnend sei für OB Kuhn laut Mayer sein „stilles und behutsames Handeln“ gewesen. „Er verfolgte keinen radikal verändernden Ansatz. Vielmehr war es ihm stets wichtig, das, was sich bewährt hatte, zu bewahren und es gleichwohl zu verändern und zu optimieren und den Erfordernissen unserer Zeit anzupassen. Auf diese Weise stellte er viele verschiedene Weichen neu.“ 

In der Corona-Pandemie habe Kuhn Außergewöhnliches geleistet. Mayer lobte: „Die Qualität eines Oberbürgermeisters zeigt sich immer auch in Ausnahmesituationen. Kuhn sah früh und vor vielen anderen, welch epochale Herausforderung da auf uns 

zurollte und zögerte nicht, wichtige Maßnahmen durchzusetzen. Als souveräner Krisenmanager führte er die Stadt mit ruhiger Hand und großer Übersicht durch diese schwierige Zeit.“

Der Erste Bürgermeister schloss mit den Worten: „OB Kuhn ist eine Art Gegenmodell zum Typus des Populisten. Er redet den Leuten nicht einfach nach dem Mund und ist nicht um des eigenen Vorteils willen auf den kurzfristigen Effekt aus. Er muss nicht lange überlegen, um eine Haltung zu finden, er hat eine.“