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Landeshauptstadt Stuttgart

Stadtbezirke

Birkach

Birkach zählt zu den kleinsten Stuttgarter Stadtbezirken. In dem beschaulichen Fildervorort ist vom Trubel der Stadt nicht viel zu spüren. Die Einwohner profitieren von der idyllischen und dörflichen Lage – und das in direkter Nähe zur Großstadt.

Der Spitalhof auch bekannt als „Hinderers Haus“, ist einer der ältesten Höfe Birkachs. 1995/1996 wurde das Gebäude komplett restauriert.
Die drei Hochhäuser in Birkach mit 20 bis 22 Stockwerken wurden in den Jahren 1971 und 1972 bezogen. Die Blöcke sind 135 Meter lang, 15,5 Meter breit und circa 60 Meter hoch. An die Hochhäuser schließt das Birkacher Feld an.
Die evangelische Dorfkirche in Birkach, auch Franziska-Kirche genannt, wurde im Jahr 1780 eingeweiht. Namensgeberin war Gräfin Franziska von Hohenheim, die Gemahlin von Herzog Carl Eugen von Württemberg.
Die Villa Eckstein wurde um 1900 erbaut. Gestiftet wurde sie von dem Großkaufmann Friedrich Eckstein, der auch den Bau der Birkacher Wasserleitung bezahlte. Seit 1966 befindet sich der evangelische Kindergarten darin.
Birkach wird gemeinsam mit dem Nachbarbezirk Plieningen verwaltet. Das Bezirksrathaus in Plieningen ist Anlaufstelle für die Einwohner beider Bezirke.

Geschichte

Im Jahr 1140 taucht der Ort Birkach erstmals in Urkunden auf. 150 Jahre später wurde der Ort an das Zisterzienserkloster Bebenhausen verkauft, das nördlich von Tübingen liegt. 1478 geht Birkach in den Besitz des Grafen von Württemberg über. 

Um der Armut im Ort entgegenzuwirken, gründete der Birkacher Pfarrer Kohler 1794 die erste Industrieschule Württembergs, in der die Kinder den Umgang mit dem Spinnrad lernten. Die Industrialisierung konnte sich in Birkach jedoch nicht durchsetzen. Am 1. April 1942 wurde Birkach eingemeindet und wird seit 1946 gemeinsam mit Plieningen verwaltet. 

Im 20. Jahrhundert konnte der Ort seine Einwohnerzahl schnell verdoppeln und vergrößerte sich durch umfangreiche Neubauten.

Der Stadtteil Mönchfeld, eine ackerbauliche und gärtnerisch genutzte Höhenlage, wurde durch die Wohnungsnot 1957 als Wohnraum für zahlreiche Heimatvertrieben bebaut.

Der Stadtteil Freiberg zählte bis 1963 zum Stadtbezirk Münster und kam dann zum Stadtbezirk Mühlhausen. Die Wohnsiedlungen aus Hochhäusern entstand von 1964 bis 1973 oberhalb des Steilhangs Cannstatter Zuckerle. Die Wohnanlage „Julius Brecht“ wurde zwischen 1966 und 1968 nach Plänen von Hans Max Brenner errichtet und galt bei ihrer Fertigstellung mit 22 Stockwerken als das größte deutsche Wohnhaus.

Neugereut ist der jüngste und größte Stadtteil Mühlhausens. 1969 entstanden war der Ort durch seine spezielle Architektur – verkehrsfreien Wegen und zentrale Lage von öffentlichen Einrichtungen – wegweisend im Städtebau.

Heute

Birkach liegt im Grünen und gilt als besonders lebenswert. Neben zahlreichen Kinderspielplätzen gibt es auch eine Jugendfarm sowie ein Kinder- und Jugendhaus. Verschiedene soziale Einrichtungen wie das Nikolaus-Cusanus-Haus, das Haus Schönberg, die Mobile Jugendarbeit, das Gemeindepsychiatrische Zentrum und verschiedene Wohnformen des Behindertenzentrums Stuttgart bereichern den Ort. Zusammen mit dem Stadtteil Schönberg gehört Birkach zu den begehrtesten Wohnstandorten der Landeshauptstadt.

Birkach blickt auf eine bäuerliche Vergangenheit zurück, was sich noch heute im Ortsbild mit seinen restaurierten Fachwerkhäusern in der Alten Dorfstraße widerspiegelt. Die Nahversorgung ist gut und zusammen mit Handel, Gastronomie und Handwerk überraschend vielfältig. Der Campus der Uni Hohenheim dehnt sich weit in die Birkacher Gemarkung aus und lädt zum Spazierengehen ein.

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