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Landeshauptstadt Stuttgart

Aktuelle Bauprojekte

Rosensteinbrücke

Mehr als 70 Jahre alt ist die Rosensteinbrücke in Bad Cannstatt. Aufgrund von Schäden wird sie seit Mitte Januar 2024 rückgebaut und durch eine neue Brücke ersetzt. Eine Behelfsbrücke für den Fuß- und Radverkehr soll nach Beendigung der Rückbauarbeiten errichtet werden.

Der Leiter des Tiefbauamts Jürgen Mutz erklärt im Video, wie der Rückbau der Rosensteinbrücke abläuft.

Der Rückbau der Brücke erfolgt in mehreren Schritten, teilweise sogar vom Neckar aus. Aufgrund der Ausmaße und des Gewichts ist es nicht möglich, die Brücke in zwei oder drei Teile zu zerlegen und anschließend mit einem Kran auszuheben. In einem ersten Schritt wird daher in den kommenden Monaten die Brückentafel in Bereichen der ehemaligen Stadtbahngleise und Gehwege abgesägt und ausgehoben. In einem zweiten Schritt wird schweres, schwimmendes Gerät eingesetzt, um das restliche Teil des Bauwerks vom Neckar aus rückzubauen.

Voraussichtlich im Juli 2024 wird der Rückbau der Rosensteinbrücke abgeschlossen sein. An derselben Stelle soll eine Behelfsbrücke für den Fuß- und Radverkehr errichtet werden. Danach ist der Neubau der Rosensteinbrücke geplant, bis etwa 2031. Über die neue Rosensteinbrücke und deren Funktionalität entscheidet der Gemeinderat. Sobald das Verkehrsstrukturkonzept für Bad Cannstatt und die Neckarvorstadt vorliegt, kann die Ausschreibung der Planungsleistungen für den Ersatzneubau der Rosensteinbrücke erfolgen.

Fuß- und Radverkehr

Während der Bauarbeiten wird der Neckarradweg im Bereich der Badstraße an der Baustelle vorbeigeführt. Mit der Wilhelmsbrücke und dem untergehängten Steg an der neuen Stuttgart-21-Bahnbrücke stehen zwei Querungsmöglichkeiten über den Neckar für den Fuß‐ und Radverkehr zur Verfügung.

Ausführung und zeitlicher Ablauf

Die Arbeiten für den Rückbau der Rosensteinbrücke haben Mitte Januar 2024 begonnen. Dabei wurde der Asphalt ausgefräst, die Straßenbeleuchtung demontiert und der restliche Beton zwischen den bisherigen Stadtbahngleisen entfernt. 

Die erste Phase des eigentlichen Brückenrückbaus hat Ende Februar 2024 begonnen. Die auskragenden Brückentafeln in den Bereichen der ehemaligen Stadtbahngleise und der außenliegenden Gehwege werden segmentweise abgesägt und mit dem Raupenkran, der neben dem Hochbunker steht, ausgehoben (in Abbildung 1 orange dargestellt). Es verbleiben zwei bogenförmige Hauptträger, die den Neckar überspannen (in Abbildung 1 im Querschnitt und in den Abbildungen 2 bis 4 im Längsschnitt gelb eingefärbt).

Der Rückbau der beiden Brückenträger erfolgt in der zweiten Phase mit einem schwimmenden Arbeitsgerät vom Neckar aus. Dazu muss der Neckar auf Höhe der Rosensteinbrücke für den Schiffsverkehr voll gesperrt werden. Nach dem derzeitigen Zeitplan sollen diese Arbeiten an den Wochenenden vom 25. bis 27. Mai und vom 1. bis 3. Juni erfolgen.

Am ersten Sperrwochenende werden unterhalb des ersten verbliebenen bogenförmigen Hauptträgers zunächst zwei Pontons, das sind schwimmende Plattformen, vertäut. Auf dem Ponton sind mehrere Gerüsttürme mit Hebeeinrichtungen angeordnet (Abbildung 3).

Nun wird der erste Hauptträger mit zwei Schnitten herausgetrennt und liegt auf den Gerüsttürmen des Pontons auf. Langsam wird der Träger von den Gerüsttürmen auf das Ponton abgelassen. Auf den Pontons fixiert, wird der Hauptträger ausgeschwommen, auf den Pontons zersägt und segmentweise per Schiff über den Neckar abtransportiert (Abbildung 4).

Am zweiten Sperrwochenende wird auf dieselbe Weise der zweite Hauptträger zurückgebaut.

Abschnittsweise werden in Phase 1 die in der Skizze orange eingefärbten Bereiche der Brücke demontiert. Es verbleiben zwei Hauptträger (in Abbildung 2 im Längsschnitt gelb eingefärbt).
Abbildung 3 zeigt die Pontons, die schwimmenden Plattformen mit Gerüsttürmen, über die schließlich (Abbildung 4) die Hauptträger der Brücke ausgeschwommen werden.

Bildergalerie

Der Rückbau der Rosensteinbrücke hat im Januar 2024 begonnen. Es wurden unter anderem der Asphalt ausgefräst und die Straßenbeleuchtung auf der Rosensteinbrücke entfernt. Ende Februar haben die eigentlichen Rückbauarbeiten begonnen.
Schrittweise wurde der Straßenbelag abgetragen und abtransportiert. Damit liegt die Betonoberfläche frei.
Die einzelnen Brückenteile sind so groß und schwer, dass sie schrittweise ausgesägt und mithilfe eines Gittermastkrans ausgehoben werden müssen.
Der Gittermastkran selbst musste wegen seiner enormen Größe in Teilen angeliefert und vor Ort zusammengebaut werden.
Einige Teile wurden nachts per Spezialtransport angeliefert. So etwa der Gittermast, der auf dem nächsten Bild zu sehen ist.
Um den Gittermastkran zusammenbauen zu können, musste ein kleinerer Teleskopkran (linker Bildrand) eingesetzt werden.
Der Ausleger des Gittermastkrans misst 108 Meter und kann eine Last von bis zu 500 Tonnen heben.
Der Gittermastkran steht unmittelbar neben dem Hochbunker am südöstlichen Ufer des Neckars und überragt die umliegenden Gebäude. Der Kran wird voraussichtlich Ende Juni 2024 abgebaut.
Die Pontons, als schwimmende und motorisierte Arbeitsplattformen, ermöglichen die Arbeit an der Brücke vom Wasser aus. Ein Ponton wird während der gesamten Bauzeit vor Ort bleiben und in Phase 2 für den Rückbau der Hauptträger eingesetzt.

Daten und Fakten

Standort: Neckarquerung Bad Cannstatt

Bauherr: Landeshauptstadt Stuttgart, Technisches Referat, Tiefbauamt

Projektleitung: Landeshauptstadt Stuttgart, Technisches Referat, Tiefbauamt

Ausführende Firma: Max Wild GmbH

Baubeginn Rückbau: Mitte Januar 2024

Bauende Rückbau: voraussichtlich Ende Juli 2024

Rückbaukosten: rund 9 Mio. Euro

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Foto: Thomas Hörner/Stadt Stuttgart, Video: Stadt Stuttgart
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  • Thomas Hörner/Stadt Stuttgart
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  • Markus Völter/Stadt Stuttgart
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  • Thomas Hörner/Stadt Stuttgart
  • Thomas Hörner/Stadt Stuttgart.