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Landeshauptstadt Stuttgart

Aktuelle Bauprojekte

Straßenbauprojekt Rosensteintunnel

Der Rosensteintunnel ist das größte Straßenbauprojekt, das die Landeshauptstadt bisher an einem Stück durchgeführt hat. Es besteht aus zwei Bauabschnitten: Der B10-Rosensteintunnel ist das zentrale Bauwerk und wurde am 26. März 2022 eröffnet. Der Umbau des Leuzeknotens soll bis Ende 2025 fertig sein.

Der gesamte Leuzeknoten soll Ende 2025 fertiggestellt sein. Damit kann das Straßenbauprojekt Rosensteintunnel dann seine volle Wirkungskraft entfalten.

Entlang der B10 von Zuffenhausen bis nach Hedelfingen ist das tägliche Verkehrsaufkommen hoch. Über die letzten Jahre und Jahrzehnte wurde die Strecke - wie zum Beispiel am Pragsattel - sukzessive an diese Herausforderung angepasst. Das letzte verbliebene Nadelöhr entlang dieser Strecke ist eine der zentralen Kreuzungen Stuttgarts am Neckar - die B10/B14-Verbindung am Leuze, der sogenannte Leuzeknoten. Das Straßenbauprojekt Rosensteintunnel behebt diesen Engpass und entlastet zugleich die Wohngebiete in den umliegenden Stadtteilen vom Durchgangsverkehr.

Das Verkehrsprojekt besteht aus zwei Bauabschnitten: 

  • dem Bau des B10-Rosensteintunnels und
  • dem Umbau der B10/B14-Verbindung am Mineralbad Leuze.

Der B10-Rosensteintunnel ist am 26. März 2022 bereits in Betrieb gegangen, die Arbeiten am Leuzeknoten sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Dann wird das Straßenbauprojekt seine volle Wirkung entfalten. Der Verkehr fließt dann entlang der B10 und dank des Tunnels nicht mehr durch Neckartal- und Pragstraße. Ein Stück flußaufwärts sorgt der umgebaute Leuzeknoten dafür, dass der Verkehr besser abgewickelt wird.

Durch diesen Umbau des Leuzeknotens und den Neubau des Rosensteintunnels ergeben sich insbesondere Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr sowie die Möglichkeit neue Grünflächen zu schaffen, etwa am Rosensteinufer vor dem Eingang der Wilhelma.

Ein weiterer Meilenstein des Straßenbauprojekts Rosensteintunnel war die Verkehrsfreigabe für die 3. Leuzeröhre am 23. Juli 2022.
Blick in die neu eröffnete dritte Leuzeröhre.
Am Tunnelausgang nahe der Wilhelma haben Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Herrmann am 26. März 2022 feierlich das Band durchschnitten und den B10-Rosensteintunnel eröffnet.
Nach der Eröffnung kamen wenig später bereits die ersten Fahrzeuge aus dem Tunnelportal nahe der Wilhelma.
Kurz vor der Eröffnung des Tunnels wurden im Tunnel die digitalen Verkehrsschilder angebracht.
Bei einem kontrollierten Brandversuch wurde im Februar 2022 die Sicherheitstechnik. wie etwa eine Absauganlage getestet.
Der neue Fußgängersteg über die Neckartalstraße wurde kurz nach dem Tag des offenen Tunnels im Oktober 2021 fertig. Eine Treppe verbindet den Steg mit dem Rosensteinpark.
Vor Inbetriebnahme des B10-Rosensteintunels wurde am 25. September 2021 ein Tag des offenen Tunnels ausgerichtet. Es wurden Führungen des Tiefbauamts für Stuttgarter Bürger im nahezu fertiggestellten Rosensteintunnel angeboten und über die Technik und Funktion des Tunnels informiert.

Der Leuzeknoten

Mit dem Umbau des Leuzeknotens werden die verschiedenen Verkehrsströme entlang der B10 und in die Innenstadt entflechtet und der Verkehrsfluss verbessert. Um den komplexen Umbau möglichst kurz zu halten, wurde mit folgenden Bauarbeiten gleichzeitig begonnen:

  • Eine Zentrale für Betriebstechnik wurde gebaut.
  • Die B10 wurde auf der Seite des Wasserwerks verbreitert.
  • Eine neue Lärmschutzwand wurde errichtet.
  • Ein neu gebauter Kurztunnel ersetzt die Wendeschlaufe auf der B14, dient als direkter Abbieger in Richtung Innenstadt und wird in die künftige Ampelkreuzung integriert.
  • Für den B10-Verkehr in Richtung Esslingen wurde der bereits bestehende Leuzetunnel erweitert und eine neue 3. Leuzeröhre gebaut.

Diese Bauarbeiten sind seit Juli 2022 abgeschlossen. Bis zur Inbetriebnahme 2025 werden an der Kreuzung noch folgende Bauarbeiten durchgeführt:

  • Es wird eine neue Rampe gebaut. Diese ermöglicht dem Verkehr aus Richtung Rosensteintunnel eine direkte Verbindung über die König‐Karls-Brücke nach Bad Cannstatt.
  • Die beiden bestehenden Leuzeröhren eins und zwei werden nacheinander instandgesetzt und anschließend betriebs- und sicherheitstechnisch nachgerüstet. Mit der Inbetriebnahme der 3. Leuzeröhre am 23. Juli 2022 wurde die 2. Leuzeröhre gesperrt, um sie zu sanieren und die neue Rampe zu errichten. Ist dieser Schritt abgeschlossen, wird die 1. Leuzeröhre saniert.

Die gesamte Verkehrssteuerung erfolgt während der Bauarbeiten in Zusammenarbeit mit der Integrierten Verkehrsleitzentrale (IVLZ). Damit der Verkehr möglichst reibungslos fließen kann, werden einzelne Fahrspuren nur in verkehrsarmen Zeiten gesperrt, zum Beispiel nachts oder an den Wochenenden. Diese kurzzeitigen Sperrungen geschehen in Abstimmung mit der IVLZ, um beispielsweise Überschneidungen mit Großveranstaltungen wie Fussballspielen oder Konzerten im Neckarpark zu vermeiden.

Die Grafik gibt einen Überblick über das Gesamtprojekt. Links ist der bereits eröffnete B10-Rosensteintunnel zu sehen, rechts direkt am Neckar der sogenannte Leuzeknoten.

Geänderte Verkehrsführung am Leuzeknoten

Beim Umbau des Knotens der B10/B14 am Mineralbad Leuze (Leuzeknoten) beginnt am Sonntag, 23. Oktober, eine neue Phase. Für die Verkehrsteilnehmenden sind zwei Dinge neu: Der bisherige B14-Wender fällt weg und die Führung der beiden Bundesstraßen B10 und B14 ab Höhe der Kreuzung zur Poststraße ändert sich. 

Mit der Einrichtung der neuen Verkehrsführung entsteht das notwendige Baufeld zur Errichtung der Linksabbiegerrampe für den Verkehr, der später vom Rosenstein-tunnel kommend auf die König-Karls-Brücke in Richtung Bad Cannstatt fährt. Die Verkehrsführung wird voraussichtlich in den nächsten eineinhalb Jahre eingerichtet bleiben.

Die animierte Grafik zeigt die neue Verkehrsführung im Bereich des Leuzeknotens.

Der Verkehr der beiden Bundesstraßen B10 und B14 aus Richtung Esslingen kommend wird künftig vor der Kreuzung Poststraße getrennt. Auf der rechten Fahrspur wird weiterhin der B10-Verkehr Richtung Pragsattel geführt. Der B14-Verkehr wird auf der mittleren und linken Fahrspur geführt.

Die B14 in Fahrtrichtung Stuttgart-Zentrum wird nach der Kreuzung Poststraße zunächst auf die Gegenfahrbahn geleitet und anschließend in die dritte Leuzeröhre geführt. Hierdurch ist ein direktes Abbiegen des B14-Verkehrs stadteinwärts in den Kurztunnel und in der Folge in den Schwanenplatztunnel möglich.

Der B10-Verkehr, der vom Pragsattel kommt, wird nach der dritten Leuzeröhre zunächst auf die Gegenfahrbahn geführt. An der Kreuzung Poststraße wird der Verkehr der B10 wieder auf die Auswärtsfahrbahn geleitet. Die Führung des B14-Verkehrs in Fahrtrichtung Esslingen bleibt unverändert durch den Berger Tunnel.

Die Zufahrt und Abfahrt in die Poststraße werden weiterhin möglich sein. Allerdings ist das Linksabbiegen aus der Poststraße in Richtung Leuzetunnel mit der neuen Verkehrsführung nicht mehr möglich. Für diese Fahrtrichtung ist eine Umleitung mit Wenden über die Gaisburger Brücke ausgeschildert.

Der B10-Rosensteintunnel

Zentrales Bauprojekt ist jedoch der B10-Rosensteintunnel, der am 26. März 2022 eröffnet wurde. Innerhalb von zehn Jahren wurden zwei Tunnelröhren gegraben, die jeweils zweispurig den Verkehr führen. Zwei neue Technikzentralen wurden errichtet. Außerdem wurden sogenannte Querschläge gebaut. Diese Querverbindungen zwischen den Hauptröhren dienen als Fluchtwege. Personen können sich bei etwaigen Notfällen über diese in der jeweils anderen Röhre in Sicherheit bringen.

Mit modernster Betriebs- und Sicherheitstechnik ausgestattet, bildet der Rosensteintunnel das zentrale Verbindungsstück zwischen der Kreuzung am Leuze und dem Löwentor. Auf 1.300 Metern unterquert der Tunnel den Rosensteinpark und Teile des zoologisch‐botanischen Gartens der Wilhelma.

Der fertiggestellte Rosensteintunnel eröffnet jetzt viele neue Chancen für das angrenzende Stadtquartier. Straßenspuren in der Prag‐ und Neckartalstraße können reduziert und der so gewonnene Platz umgestaltet werden: Es entstehen neue Rad‐ und Fußwege, Grünflächen und damit auch eine bessere Anbindung des Neckarufers direkt vor dem Einang der Wilhelma.

Videos zum Straßenbauprojekt

Das Straßenbauprojekt Rosensteintunnel wird durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit begleitet und informiert die Bürgerinnen und Bürger regelmäßig über den Stand des Projekts. Sehr gute Einblicke in Stuttgarts größtes Straßenbauprojekt geben zwei Videos:

  • Eine 3D‐Animation informiert über das Stuttgarter Straßenbauprojekt Rosensteintunnel – inklusive aller Ingenieurbauwerke der beiden Teilbereiche „B10-Rosensteintunnel“ und „B10/B14-Verbindung am LEUZE“. Es ist zu sehen, wie die Umbausmaßnahmen nach Fertigstellung den Verkehr entflechten und dieser wesentlich besser fließen kann.
  • In dem aus einer vierteiligen Dokuserie entstandenen Gesamtfilm „Der 60-Jährige, der in den Tunnel stieg und verstand“ erfahren Sie mehr über B10-Rosensteintunnel, den Umbau am Leuzeknoten und welche Vorteile das Straßenbauprojekt auch beim Fuß- und Radverkehr, die Wohngebiete in der Umgebung und das Neckarufer bietet. Produziert wurde der Film von der Agentur mooove.media.
Dieses Animationsvideo gibt einen Überblick über das Gesamtprojekt und zeigt, welche Tunnel neu gebaut werden und wie sich die Straßenführung dadurch verbessert.
3D Animation Straßenbauprojekt Rosensteintunnel
Der Protagonist Heiko Volz geht aus der zweispurigen Tunnelröhre des Rosensteintunnels.
Der 60-Jährige der in den Tunnel stieg und verstand

Rund um das Bauprojekt

Weitere Informationen rund um das Straßenbauprojekt  - wie etwa zum Fuß‐ und Radverkehr, zur Verkehrstechnik und zur Modernisierung des am Leuzeknoten liegenden Hauptwassersammlers - können Sie hier nachlesen.

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Straßenbauprojekt Rosenstein können Sie hier in unserem FAQ nachlesen, der nach verschiedenen Themenbereichen geordnet ist.

Zum Projekt

Zu Verkehr und Sicherheit

Zu Umwelt und Umgebung

Tiefbauamt mit Eigenbetrieb Stadtentwässerung (SES)

Baubüro Rosensteintunnel

Symbolbild Organisations-Kontakt

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Bildnachweise

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  • Ferdinando Iannone/Stadt Stuttgart
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