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Landeshauptstadt Stuttgart

Gesundheitsberatung

Prostitution

In Stuttgart gehen ungefähr 4000 Frauen und 300 Männer der Prostitution nach. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein. Die Stadt Stuttgart hilft mit medizinischer Beratung und präventiven Angeboten. Ziel ist es, sowohl Infektionskrankheiten zu bekämpfen als auch den Ausstieg aus der Prostitution zu erleichtern.

Soziale Beratung für Prostituierte: in der gemeinsamen Anlaufstelle Café La Strada und Café Strich-Punkt.

Hinweis: In Stuttgart ist seit Samstag, 18. Juli 2020, jegliche Form von Prostitution verboten. Die Stadt untersagt aber auch Freiern, sexuelle Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Bei Missachtung droht ein Zwangsgeld von 350 Euro. Das Verbot gilt zunächst bis zum 31. August 2020.

Der hohe Konkurrenzdruck, fehlende Perspektiven, Gewalt und Abhängigkeitsverhältnisse schaffen Probleme. Die Gefahr von sexuell übertragbaren Krankheiten ist im Milieu besonders groß, Prostituierte werden oft diskriminiert oder sogar zur Prostitution gezwungen.

Aus Unwissenheit oder Scham nehmen viele Prostituierte die Hilfsangebote der Stadt nicht an. Deshalb ist ein Ansatz der Stadt, möglichst niederschwellige Anlaufstellen und Beratungsangebote zu bieten. Außerdem fördert die Landeshauptstadt verschiedene Angebote zur Prävention.

Beratung für Prostituierte

In der Beratung geht es um Unterstützung im Alltag bei psychosozialen Problemen und Suchtmittelabhängigkeit, um wirtschaftliche Probleme und um alternative Lebensperspektiven.

Speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Medizin und Sozialarbeit kümmern sich um die Anliegen von Prostituierten. Dazu gehört adäquate Hilfe und Beratung, Unterstützung für die Menschen, die in der Prostitution arbeiten sowie Ausstiegshilfen und Hilfe zur Selbsthilfe.

Alle Mitarbeitenden unterliegen der Schweigepflicht, eine Beratung ist in nahezu allen Sprachen möglich.

Soziale Beratung in der gemeinsamen Anlaufstelle

Das Café La Strada für Frauen und das Café Strich-Punkt für Männer ist eine gemeinsame Anlaufstelle für weibliche und männliche Prostituierte in Stuttgart. Die Trägerschaft haben das Gesundheitsamt Stuttgart, der Caritasverband für Stuttgart e.V., die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. und der Verein zur Förderung von Jugendlichen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten. Die Ansprechpartnerin für die Anlaufstellen ist  Frau Sabine Constabel.

Medizinische Beratung und Prävention

Unsere medizinische Beratung im Gesundheitsamt bietet Ihnen zum Selbstkostenpreis ein erweitertes Angebot zu allen  sexuell übertragbaren Erkrankungen in Stuttgart.

Wir beraten unter anderem zu folgenden Themen: HIV, AIDS ,Chlamydien, Gonorrhö (Tripper), Syphilis (Lues), Hepatitis und gegebenenfalls auch Impfung bei fehlender Krankenversicherung.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert  zu sexueller Gesundheit in 13 Sprachen.

Anmeldung nach dem Prostituiertenschutzgesetz

Seit 1. Juli 2017 gilt das  Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG). Alle Personen, die in der Prostitution tätig sind, müssen sich anmelden.

Für die Anmeldung und die gesundheitliche Beratung ist das Gesundheitsamt Stuttgart zuständig. Vom Gesundheitsamt erhalten Sie die vom Gesetz vorgeschriebene Bescheinigung über die gesundheitliche Beratung und die Anmeldebescheinigung. Sie benötigen in der Regel zwei Beratungstermine. Einen für die gesundheitliche Beratung und einen weiteren für das Informations- und Beratungsgespräch. Die Beratung erfolgt im Gesundheitsamt, 1. OG, Zimmer 176. Den Termin können Sie telefonisch, oder persönlich im Gesundheitsamt vereinbaren.

Informationen über die  Erlaubnis eines Prostitutionsbetriebes beziehungsweise einer Prostitutionsveranstaltung bietet das Amt für öffentliche Ordnung der Landeshauptstadt Stuttgart.

Gesundheitsamt

Sozialdienst für Prostituierte

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