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Landeshauptstadt Stuttgart

Vorsorge

Suchtprävention

Süchte und Abhängigkeiten sind kein neuzeitliches Phänomen. Psychoaktive Substanzen nehmen die Menschen seit Jahrtausenden. Der Konsum bestimmter Substanzen hängt oft mit dem Zeitgeist zusammen. Die Beauftragte für Suchtprophylaxe im Gesundheitsamt klärt über den Missbrauch und seine Folgen auf.

Neben stoffgebundenen Süchten wie der Abhängigkeit von beispielsweise Alkohol oder Medikamenten ist auch die Spielsucht ein großes Problem, das leider oft unterschätzt wird.

Missbrauch und Abhängigkeit vermeiden

Irgendwann kann alles zu viel werden. Dann wirken Arbeitsverdichtung, Leistungsdruck, Statusdenken, digitaler Wandel immer belastender – und der Griff zu legalen und illegalen psychoaktiven Substanzen scheint der einzige Ausweg zu sein, um wieder Entlastung zu finden.

Menschen aller Altersstufen befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen individuellen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Anforderungen, die an sie herangetragen werden. Die Angebote der Suchtprävention hinterfragen gesellschaftliche Leitbilder und fördern einen konstruktiven Umgang mit Konflikten, Spannungen und Frustrationen.

Die Suchprävention kümmert sich um:

  • stoffgebundene Süchte wie Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten, Heroin, Cannabis
  • nicht-stoffgebundene Süchte wie Spielsucht, Mediensucht
  • nicht abhängige, aber schädlichen Gebrauch von psychoaktiven Substanzen
  • Essstörungen als Erkrankungen mit suchtähnlichem Charakter

Ziel der Suchtprävention ist es, über missbräuchlichen und abhängigen Konsum aufzuklären und die persönlichen Kompetenzen der Menschen so zu stärken, dass Abhängigkeiten vermieden werden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden dabei unterstützt, ein gemäßigtes, selbstbestimmtes und verantwortungsbewusstes Konsumverhalten zu entwickeln. Die Suchtprävention hat dabei ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis im Blick. Es geht darum, vorzubeugen und damit die eigene Gesundheit seelisch wie körperlich zu fördern.

Nachhaltige Suchtprävention

Das Konzept der Lebensweltorientierung hilft dabei Maßnahmen zur Vorbeugung von Sucht zielführend umzusetzen. Der Alltag fast aller Menschen verläuft in Lebenswelten wie Familie, Schule und Betrieb mit ihren unterschiedlichen Anforderungen. Die Lebensweltorientierung betrachtet diese sozialen Zusammenhänge (Setting) und ihre Auswirkungen auf Suchtverhalten. Deshalb benötigt die Suchprävention umfangreiches Wissen über die vorhandenen Ressourcen in diesen Lebenswelten und wie deren Nutzung bei der Lösung von sozialen Problemen beitragen kann.

Es geht darum, die Lebensbedingungen gesundheitsgerecht zu gestalten, damit Süchte und Abhängigkeiten vermieden werden. Diese Förderung der Gesundheit stärkt auch die Ressourcen der Menschen zur aktiven Mitgestaltung der Lebensumstände. 

Aus diesem Grund ist eine wesentliche Aufgabe der Suchtprävention, die Rahmenbedingungen durch politische Einflussnahme zu verbessern. Dazu gehört auch, den Zugang zu Suchtmitteln zu erschweren beziehungsweise einzuschränken und die Bevölkerung über Risiken und Hilfsangebote aufzuklären.

Beauftragte für Suchtprophylaxe

Die Koordination der Suchtprävention in Stuttgart ist Aufgabe der Beauftragten für Suchtprophylaxe im Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Stuttgart. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Bestandsaufnahme suchtpräventiver Aktivitäten auf überregionaler Ebene und die Initiierung, Koordinierung und Vernetzung der Maßnahmen und Aktivitäten zur Suchtprävention auf regionaler Ebene einschließlich der Hilfestellung bei Finanzierungsfragen.

Weitere zentrale Bereiche sind Öffentlichkeitsarbeit, Gremienarbeit, Dokumentation und die Umsetzung eigener Maßnahmen. Darüber hinaus sind unter der Federführung der Beauftragten für Suchtprophylaxe verschiedene themenspezifische Arbeitsgruppen eingerichtet.

Gesundheitsamt

Strategische Gesundheitsförderung - Beauftragte für Suchtprophylaxe, Gesundheitsplanung

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