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Landeshauptstadt Stuttgart

Lärm

Lärmaktionsplan

Stuttgart soll leiser werden. Dabei soll der Lärmaktionsplan helfen, worin Lärmminderungsmaßnahmen für Stuttgart festgelegt werden. Ziel ist es, systematisch die Lärmbelastung für die Menschen zu mindern. Die Öffentlichkeit wird an der Aufstellung und an jeder Fortschreibung des Plans beteiligt.

Spezielle Lärmschutzwände können Anwohner vor Straßenlärm schützen.

In ganz Europa ist Lärm ein großes Problem. Dabei ist der Straßenverkehr der größte Lärmverursacher. Störend sind aber auch der Lärm durch Eisenbahnverkehr, Industrie und Gewerbe. Das alles kann Stress-Symptome hervorrufen - und sich im schlimmsten Fall negativ auf die Gesundheit auswirken.

Die Europäische Union (EU) will deshalb die schädlichen Auswirkungen von Lärm auf die Gesundheit der Menschen mindern. Hierzu hat die Europäische Union im Jahr 2002 die  EU-Umgebungslärmrichtlinie (Öffnet in einem neuen Tab) erlassen, die anschließend mit der Änderung des  Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Öffnet in einem neuen Tab) im Jahr 2005 in deutsches Recht überführt wurde.

Seitdem sind Städte und Gemeinden bundesweit dazu verpflichtet, den sogenannten Umgebungslärm zu erfassen. Zunächst werden  Lärmkarten aufgestellt und auf deren Basis wird ein Lärmaktionsplan entwickelt. Die Bevölkerung ist an dem Plan aktiv zu beteiligen. Die Lärmaktionspläne sind mindestens alle fünf Jahre zu überprüfen und bei Bedarf zu überarbeiten.

Welche Lärmarten sind Gegenstand des Lärmaktionsplans und welche nicht?

Die Umgebungslärmrichtlinie und damit der Lärmaktionsplan betrachten dauerhafte und ortsfeste Lärmquellen, die zu belästigenden oder schädlichen Wirkungen der Bevölkerung in der Umgebung führen. Dazu gehören der Straßen-, Schienen- und Luftverkehr sowie Gewerbe- und Industrieanlagen. Umgekehrt geht daraus hervor, dass vorübergehende zeitlich beschränkte Lärmquellen nicht Gegenstand des Lärmaktionsplans sind, wie etwa der Lärm durch Verhalten von Menschen und Tieren (zum Beispiel Hundebellen), Lärm von Veranstaltungen oder Baustellen. Auch der Lärm von Laubbläsern oder Altglascontainern gehört nicht dazu.

Lärmaktionsplan Stuttgart

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat 2009 erstmals einen Lärmaktionsplan für das Stadtgebiet nach den EU-Vorgaben aufgestellt. Die erste Fortschreibung des Lärmaktionsplans wurde im April 2016 vom Gemeinderat beschlossen. Die Maßnahmen konzentrieren sich vor allem darauf, den Lärm im Straßenverkehr zu verringern. Der Straßenlärm ist die größte Lärmquelle in Stuttgart.

Amt für Umweltschutz

Thomas Schene

Symbolbild Personen-Kontakt
Mitarbeiter Lärmbekämpfung

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