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Landeshauptstadt Stuttgart

Luft

Luftqualität

Die Luftqualität in Stuttgart ist in den vergangenen Jahren immer besser geworden. Dennoch wird der gesetzliche Grenzwert vor allem für Stickstoffdioxid überschritten. In Ballungsgebieten ist der Straßenverkehr die Hauptursache hierfür.

Blick vom Stuttgarter Fernsehturm: Die Haltestelle der Stadtbahn liegt nur wenige Minuten Gehzeit entfernt.

Viele Schadstoffe, die für eine schlechte Qualität der Luft sorgen, gehen immer weiter zurück. Hier zeigen die langjährige Maßnahmen zur Luftreinhaltung des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart ihre Wirkung.

Die Luftbelastung in Stuttgart bewegt sich heute zum Teil auf einem niedrigen Niveau. Die Grenzwerte für Schwefeldioxid (SO2), Kohlenmonoxid (CO) und Benzol liegen deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten. Bei diesen Luftschadstoffen sind die Belastungen seit Jahren als unproblematisch und niedrig einzustufen.

Autoverkehr – die Hauptursache von Luftschadstoffen

Trotz der Fortschritte werden bei einigen Schadstoffen, vor allem bei Stickstoffdioxid (NO2), Grenzwerte überschritten. Hauptursache ist in Großstädten der Autoverkehr. In einigen stark befahrenen Straßen Stuttgarts können die EU-weit gültigen Grenzwerte für Stickstoffdioxid auf das gesamte Jahr betrachtet noch nicht konutinuierlich eingehalten werden.

Die Stadtverwaltung setzt deshalb den  Luftreinhalteplan des Landes Baden-Würtemberg und dessen Fortschreibungen um. Zudem forciert die Stadt Stuttgart eigene  Maßnahmen zur Luftreinhaltung und der  Aktionplan "Nachhaltig mobil" soll konventionell angetriebene Fahrzeuge im Stadtkessel um 20 Prozent zu reduzieren.

Durch diese vielen Aktivitäten in den vergangenen Jahren ist die Belastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid in Stuttgart erheblich zurückgegangen. Beim Feinstaub werden die gesetzlichen Grenzwerte seit zwei Jahren (2018/2019) bereits an allen Messstationen eingehalten.

Schlechte Luft durch austauscharme Wetterlage

Die Qualität und Sauberkeit der Luft hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab. Der erste Faktor ist die Menge von Schadstoffen, die in die Luft eingebracht werden. Der zweite Faktor ist die Anreicherung oder Verdünnung der Schadstoffe, was direkt von den Wetterbedingungen abhängt. Schadstoffe konzentrieren sich überwiegend dann in der Luft, wenn es eine austauscharme Wetterlage gibt.

Hohe Belastungen durch Feinstaub und Stickstoffdioxide gibt es vor allem im Winter, weil in dieser Jahreszeit die austauscharmen Wetterlagen andauernder und intensiver sind. Dann tritt besonders oft das Inversionswetter auf: Kalte Luft liegt am Boden, wärmere Luft breitet sich darüber aus. Die Luft kann nicht mehr zirkulieren, weil warme Luft leichter ist als kalte Luft. Die Sonne hat im Winter durch ihren flachen Verlauf, keine Kraft diese besondere Wetterlage tagsüber aufzulösen. So entsteht eine Käseglocke - und Schadstoffe sammeln sich in tieferen Lagen an. In Stuttgart verstärkt der Talkessel diesen Effekt zusätzlich. Erst mit Wind und Regen wird die Luft wieder durcheinandergewirbelt.

Eine zu große Verschmutzung der Luft kann auch im Sommer negative Auswirkungen haben. Die Stickstoffdioxid-Abgase der Autos und der Industrie sorgen für die Entstehung von bodenahem Ozon. Wenn sich die Luft im Sommer durch die Sonne so richtig aufheizt und Stickstoffdioxide und UV-Strahlung aufeinandertreffen, gibt es in der Luft eine chemische Reaktionen, in deren Verlauf dann das bodennahe Ozon entsteht. Diese Verschmutzung der Luft wirkt sich auf die Gesundheit von Mensch und den Zustand der Natur aus.

Amt für Umweltschutz

Dr. Rayk Rinke

Mitarbeiter Luftreinhaltung, Klimaschutz

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