Inhalt anspringen

Landeshauptstadt Stuttgart

Natur

Ein Freizeitkonzept für den Stuttgarter Wald

Für viele Menschen ist der Stuttgarter Wald ein Ort, an dem sie ihre Freizeit verbringen wollen. Mit der Entwicklung eines Freizeitkonzepts möchte die Stadt allen ermöglichen, die Natur zu genießen, sich zu erholen oder Sport zu treiben. Dieses Konzept soll jetzt erarbeitet werden.

Mit rund 5.000 Hektar bedeckt der Stuttgarter Wald ganze 24 Prozent der Fläche Stuttgarts.
Im Stuttgarter Wald - wie hier der Rotwildpark - verbringen viele Bürgerinnen und Bürger gerne ihre Freizeit zur Erholung oder Entspannung.
Neben vielen Möglichkeiten zur Erholung gibt es im Stuttgarter Wald auch Spielplätze für Kinder.
Viele nutzen den Wald nicht nur zum Ausspannen sondern gehen spazieren oder Joggen.
Im Stuttgarter Wald sind auch einige kleine Seen zu finden, an deren Ufern man entlang spazieren kann, wie hier am Pfaffensee.
Der Stuttgarter Wald beherbergt auch viele Gebiete, die noch natürlich sind und viele Tier- und Pflanzenarten beheimaten.

Der  Stuttgarter Wald hat für viele Menschen in Stuttgart einen hohen Stellenwert. Das liegt nicht nur an seiner Nähe zur Stadt, sondern auch an seiner Vielseitigkeit und zum Teil an der Einzigartigkeit als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten in Baden-Württemberg. Einige kleine  Seen, und das größtenteils zusammenhängende und strukturreiche Waldgebiet charakterisieren die größte Naherholungsfläche der Stadt. Gleichzeitig ist der Stuttgarter Wald Jagdrevier und Rohstofflieferant und leistet im Rahmen einer nachhaltigen Forstwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur CO²-Speicherung. Schon heute  pflegen Mitarbeiter der Stadt den Wald, sichern Wege und Straßen, reparieren Erholungseinrichtungen und machen den Wald fit für die klimatischen Herausforderungen der Zukunft. Die Stadt ist im Besitz von etwa 56 Prozent der Waldfläche, zweitgrößter Eigentümer ist das Land Baden-Württemberg, vertreten durch ForstBW,  Forstbezirk Schönbuch.

Viele verschiedene Interessen und Schutzbelange sind also mit dem Wald verbunden, wie etwa Klima- und Bodenschutz, Wasserrückhaltung und -filter oder der Lebensraum für die Tier- und Pflanzenarten. Das führt auch zu Konflikten gerade im Hinblick auf die intensive Freizeitnutzung. Um das zu vermeiden und einen Wald zu erhalten, an dem sich alle erfreuen können, soll deshalb das „Freizeitkonzept Stuttgarter Wald“ entwickelt werden. Ziel des Konzepts ist es, die verschiedenen Anforderungen von Naturschutz, Naherholung, Forstwirtschaft und Sport miteinander in Einklang zu bringen.

Erarbeitung des Konzepts

Um das Freizeitkonzept zu erstellen, hat die Stadt gemeinsam mit dem 2019 gegründeten  Beirat für den Stuttgarter Stadtwald das Büro  Tour Konzept e.G. aus Schonach im Schwarzwald beauftragt. In einem ersten Schritt werden zunächst eine Steuerungsgruppe und ein Forum gebildet, die bei der Erarbeitung mitwirken sollen.

Aufgabe der Steuerungsgruppe ist es, den Prozess zu organisieren und zu koordinieren. Das Forum wird als zentrales Gremium den Beteiligungsprozess gestalten und alle Interessen abbilden. Es besteht aus Vertretern der verschiedenen Interessengruppen – etwa von Wanderern, Radfahrern oder Naturschützern – und Mitgliedern des Waldbeirats sowie der Steuerungsgruppe. Die inhaltliche Feinarbeit wird wiederum in zahlreichen Akteursgruppen erfolgen.

Bereits in der Planungsphase des Freizeitkonzepts werden damit alle wichtigen Akteure einbezogen.

Weiteres Vorgehen

Nach der strukturellen Organisation werden nun in einem nächsten Schritt durch die Firma Tour Konzept e.G. vorhandene Daten gesichtet. Es wird geprüft, welche Potenziale für etwa Freizeit, Sport und Erholung im Wald liegen. Danach soll erarbeitet werden, wie ein möglicher Beteiligungsprozess zum „Freizeitkonzept Stuttgarter Wald“ aussehen und realisiert werden könnte. Um den Beteiligungsprozess kümmert sich das auf Partizipation spezialisierte Kommunikationsbüro memoU aus Freiburg.

Ziel ist es, bis Anfang 2022 ein genehmigungsfähiges Freizeitkonzept zu erstellen.

Hilfreiche Informationen