Inhalt anspringen

Landeshauptstadt Stuttgart

Kulturpreise und Stipendien

Hannsmann-Poethen Literaturstipendium

Das Hannsmann-Poethen-Literaturstipendium ist ein bundesweit einmaliges Tandem-Stipendium. Die Landeshauptstadt Stuttgart verleiht es an eine*n Autor*in sowie eine*n Künstler*in einer anderen Sparte, die gemeinsam ein literarisch-künstlerisches Projekt in Stuttgart umsetzen.

Das interdisziplinäre Stipendium sprengt Genregrenzen und bringt Literatur mit anderen Kunstformen (Kunst, Musik, Theater, Film, Neue Medien etc.) zusammen. Durch diese spartenübergreifende Zusammenarbeit soll nicht nur die literarische, sondern die gesamte kulturelle Szene weiter belebt und für neue, ungewohnte Erfahrungen geöffnet werden.

Das Stipendium sprengt Grenzen und bietet Raum für neue und ungewohnte Erfahrungen.

Das Hannsmann-Poethen-Literaturstipendium der Stadt Stuttgart wird im zweijährigen Turnus vergeben. Es umfasst insgesamt 15.000 Euro und stellt den Stipendiat*innen bei ihrem dreimonatigen Aufenthalt in Stuttgart jeweils ein eigenes Wohn- und Arbeitsstudio sowie ein Projektbudget in Höhe von maximal 9.000 Euro zur Verfügung.

Ausschreibung Hannsmann-Poethen-Stipendium 2022

Die Landeshauptstadt Stuttgart vergibt erneut das bundesweit einmalige Tandem-Stipendium für ein*e Autor*in sowie ein*e Künstler*in aus einer anderen Sparte. 

Der Bewerbungsschluss war der 15. September 2021. Die Jury tagt Anfang Oktober.

Die Stipendiat*innen werden vom 15. Januar bis zum 15. April 2022 im GEDOK-Haus Stuttgart, Hölderlinstr. 17 untergebracht.

Das Projekt „Macho Sounds / Gender Noise“ von Sofia Dona und Daphne Dragona in der Staatsgalerie Stuttgart (2020).
Wie beeinflussen die Geräusche von Autos Konstruktionen und Wahrnehmungen von Geschlecht? Wird die Stimme des Autos der Zukunft weiblich sein und was bedeutet das? „Macho Sounds / Gender Noise“ näherte sich dem Auto als Beispiel für eine mächtige Maschine und eine patriarchalische Technologie. Es untersuchte dessen Erscheinungsformen in der Vergangenheit und seine Projektionen in die Zukunft.
Menschliche Imitationen von Automotoren, Stimmen virtueller Assistenten, maschinell geschriebene Texte und kinetische Skulpturen fügten sich in der Ausstellung zu einer individuellen Installation zusammen, die die Vergeschlechtlichung des Autos auf symbolischer und materieller Ebene offenlegt und diskutiert. Das Projekt „Macho Sounds/Gender Noise" wurde im Rahmen des Festivals DIE IRRITIERTE STADT in der Stuttgarter Staatsgalerie präsentiert.
Lara Hampe und Vera Sebert, Hannsmann-Poethen-Stipendiatinnen 2018, bei der Vernissage der Videoinstallation „Großes Ä, Ö und Ü plötzlich weg!“ in der Stadtbibliothek Stuttgart.
Videoinstallation „Großes Ä, Ö und Ü plötzlich weg!“ und Mikrolesung der Hannsmann-Pothen-Stipendiatinnen Lara Hampe und Vera Sebert 2018, in der Stadtbibliothek Stuttgart.
Ausgehend von Skizzen für verschiedene Computerprogramme und von theoretischer Recherche stellten die beiden Stipendiatinnen die Frage nach der eigenen Souveränität im Kontext von digitaler Technologie. Was verbirgt sich hinter dem in Mode gekommenen Begriff des Algorithmus, der als Projektionsfläche für unterschiedlichste gesellschaftliche Angst- und Zukunftsvisionen herhalten muss? Bewusst wurden manifestierte Grenzen zwischen Literatur, bildender Kunst und Technologie in Frage gestellt und überschritten, um Räume für neue Wahrnehmungsstrategien zu schaffen.
„Hier entsteht mehr Platz“: Sprache im öffentlichen Raum – ein Projekt von Lara Hampe und Vera Sebert während ihres Aufenthalts im Stuttgarter Schriftstellerhaus 2018.
Am Eröffnungsabend des Festivals ECLAT 2017 wurden die Cross-Genre-Performance „DIY or DIE“ und das Live Hörspiel „FRIENDLY FIRE“ der Komponistin Jagoda Szmytka und der Autorin Gerhild Steinbuch uraufgeführt.
In einer spektakulären Vaudeville-Revue zeigte Jagoda Szmytka die Sehnsüchte und Abgründe, die mit unendlicher Freiheit und Grenzenlosigkeit verbunden sind. Gerhild Steinbuch schickte anschließend in „FRIENDLY FIRE“ eine Performerin auf die Suche nach Möglichkeiten, den (Frauen)Körper anders als Unterwerfung zu begreifen.
Die Themen von Steinbuch und Szmytka sind hochaktuell und kreisen um Selbst-Optimierung und -Inszenierung, zeitgenössische Gewalt und ihre Sprachsysteme, Kreativitäts-Hype, das Überschreiten von Grenzen, die Auflösung von Privatheit und der große Einfluss digitaler Medien auf den Menschen.
Kulturamt

Jan Stohr

Mitarbeiter Abteilung Kulturförderung

Das könnte Sie auch interessieren

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Matthias Fritsch
  • Matthias Fritsch
  • Matthias Fritsch
  • Frank Kleinbach
  • Frank Kleinbach
  • Frank Kleinbach
  • Lara Hampe
  • Martin Sigmund
  • Martin Sigmund
  • Martin Sigmund
  • Peter Palec, Discodöner/Stadtbibliothek Stuttgart
  • Kunstmuseum Stuttgart/Gonzales
  • The Real Office - Fotograf Florian Model