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Landeshauptstadt Stuttgart

Kulturpreise und Stipendien

Manfred-Rommel-Stipendium der Landeshauptstadt Stuttgart

Die Stadt Stuttgart lobt seit 2018 das Manfred-Rommel-Stipendium aus. Mit der Ausschreibung ruft die Landeshauptstadt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu auf, gesellschaftliche Fragen zu erörtern, die das Denken von Alt-Bürgermeister Prof. Manfred Rommel geprägt haben.

Das Stipendium ist mit 35.000 Euro dotiert und richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Bereichen, deren Arbeiten von gesellschaftspolitischer Relevanz im Sinne Manfred Rommels sind. Gefördert werden zielgerichtete Arbeiten über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Voraussetzung ist, dass sie vor nicht mehr als zwei Jahren begonnen wurden und noch unveröffentlicht sind.

Mit dem Stipendium würdigt die Landeshauptstadt die großen kommunalpolitischen Verdienste Manfred Rommels sowie sein gesellschaftliches und humanistisches Engagement. Das im zweijährigen Turnus ausgeschriebene Stipendium soll abwechselnd folgende Bereiche abdecken: Völkerverständigung und internationale Aussöhnung, Integration und Toleranz, kommunale Selbstverwaltung sowie solide Finanzen.

Entscheidende Kriterien für die Verleihung des Manfred-Rommel-Stipendiums sind der unmittelbare Bezug zum gewählten Themenschwerpunkt, die gesellschaftspolitische Relevanz des Vorhabens und die Stärke und Richtung des zu erwartenden Impulses für den aktuellen kommunalpolitischen Diskurs.

Manfred-Rommel-Stipendium 2018: Dr. Felix Heidenreich

Dr. Felix Heidenreich von der Universität Stuttgart erhält Manfred-Rommel-Stipendium 2018

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat das erste Manfred-Rommel-Stipendium am 13. Dezember 2018 an Dr. Felix Heidenreich verliehen. Er ist als wissenschaftlicher Koordinator am  Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart (IZKT) tätig. Seine Schwerpunkte sind Politische Theorie, Kulturphilosophie, Kulturpolitik und Wirtschaftsethik.

Das Thema der Ausschreibung 2018 lautete „Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt“. Eine Fachjury unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Fritz Kuhn wählte am 10. Dezember 2018 die Arbeit von Felix Heidenreich mit dem Titel „Der Anspruch der Demokratie. Neue Antworten auf die Krise der repräsentativen Demokratie“ aus. Die Ergebnisse der Arbeit von Dr. Felix Heidenreich sollen in einer populärwissenschaftlichen Monographie und in einem Handbuch mit praktischen Vorschlägen veröffentlich werden.

Der Demokratie-Podcast

Die Bürgerinnen und Bürger stellen hohe Ansprüche an die Demokratie – zu Recht. Die Politik „soll liefern“, so heißt es oft. Aber was darf die Demokratie eigentlich von uns verlangen? Darüber gibt es keine Einigkeit. Das offensichtlich gestörte Verhältnis zwischen Bürgerinnen und Bürgern einerseits und politischen Eliten andererseits bedarf der Klärung. In einer Reihe von acht Gesprächen geht der erste Manfred Rommel Stipendiat der Landeshauptstadt Stuttgart Felix Heidenreich der Frage nach, wie die Krise der repräsentativen Demokratie zu erklären ist und welche Optionen zu ihrer Überwindung bestehen.

Begründung der Jury

Oberbürgermeister Fritz Kuhn begründete die Juryentscheidung wie folgt: „Wie lässt sich der Graben zwischen Bürgerinnen und Bürgern einerseits und politischen Verantwortungsträgern andererseits überbrücken? Dies ist die Ausgangsfrage der Arbeit von Dr. Felix Heidenreich. Das Forschungsvorhaben setzt an der Voraussetzung für Demokratie an: bei den Demokratinnen und Demokraten. Denn Demokratie eröffnet nicht nur einen Anspruch auf Beteiligung, sondern formuliert auch einen Anspruch und nimmt Menschen in die Pflicht. Heidenreichs sympathisches Projekt ist gut durchdacht und konnte die Jury vor allem mit seinem konstruktiven Ansatz überzeugen.“

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