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Landeshauptstadt Stuttgart

Kulturpreise und Stipendien

Otto-Hirsch-Auszeichnung

Die Otto-Hirsch-Auszeichnung wird jährlich an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die christlich-jüdische Zusammenarbeit verdient gemacht haben. Sie ist eine Auszeichnung für Völkerverständigung und Integration.

Die Otto-Hirsch-Medaille wurde 1985 zum 100. Geburtstag von Ministerialrat Dr. Otto Hirsch von der Stadt gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart (GCJZ) und der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW) gestiftet. Auf Grundlage einer Satzungsänderung wurde 2013 erstmals die Otto-Hirsch-Auszeichnung verliehen. Mit ihr können nicht nur einzelne Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich um den christlich-jüdischen Dialog besonders verdient gemacht haben, sondern auch Gruppen und Initiativen aller Religionsgemeinschaften.

Otto-Hirsch-Auszeichnung 2021: Monika Renninger

Monika Renninger erhält die Otto-Hirsch-Auszeichnung "aufgrund ihrer tiefen Verwurzelung im interreligiösen, interkulturellen und vor allem christlich-jüdischen Dialog, ihr wirkmächtiges Eintreten für gesellschaftlichen Diskurs und eine nachhaltig gelebte und erfahrbare Gedenkkultur und für Ihr Engagement für gesellschaftliche Bildung und Begegnung in Stuttgart".

Unter ihrer Leitung wurde der Hospitalhof Impulsgeber für den interreligiösen Dialog in Stuttgart, zum gastgebenden Ort für interkulturelle und interreligiöse Begegnungen sowie für Veranstaltungen der jüdischen Gemeinde und muslimischer Verbände. Die Otto-Hirsch-Auszeichnung wird Monika Renninger im Rahmen eines feierlichen Festaktes am 7. Oktober 2021 überreicht.

Die Trägerin der Otto-Hirsch-Auszeichnung 2021, Monika Renninger.

Zur Person: Monika Renninger

Monika Renninger, geboren 1961 in Heilbronn, ist Pfarrerin der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sie leitet den  Hospitalhof, das Bildungs- und Tagungszentrum der Evangelischen Kirche in Stuttgart (Öffnet in einem neuen Tab). Jüdisch-christliche und interreligiöse Gespräche sind seit Studienjahren in Jerusalem und Boston sowie seit Studienaufenthalten in Israel und den USA inhaltliche Schwerpunkte ihrer Arbeit. 

Während ihrer Zeit als geschäftsführende Pfarrerin in der Evangelischen Gemeinde Stuttgart-Nord gestaltete sie jährlich gemeinsam mit Schüler*innen die Gedenkfeier am Killesberg und begleitete die Aktivitäten rund um die Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“. Zudem wirkte sie viele Jahre beim Evangelischen Kirchentag mit - mit Bibelarbeiten, Moderationen und Projektleitungen.

Unter ihrer Leitung richtet der Hospitalhof Gedenkveranstaltungen zusammen mit der der Gedenkstätte  "Zeichen der Erinnerung" (Öffnet in einem neuen Tab) oder dem  Hotel Silber (Öffnet in einem neuen Tab) aus, ebenso wie Veranstaltungen der  Jüdischen Kulturwochen (Öffnet in einem neuen Tab). Verschiedene Veranstaltungsreihen beschäftigen sich mit dem Thema Antisemitismus, mit neuen Impulsen aus der Islamwissenschaft, mit Aspekten der Migration und Integration sowie aktuell mit dem Festjahr  „Jüdisches Leben in Deutschland“ (Öffnet in einem neuen Tab).  

Ein besonderes Ehrenamt war für Monika Renninger ihre Mitarbeit im Vorstand von  „Studium in Israel e.V.“ (Öffnet in einem neuen Tab), ein Studienprogramm, das sie biografisch und in ihrer Theologie geprägt hat. Darüber hinaus arbeitete sie als Autorin und Sprecherin der Sendung „Wort zum Tag“ im Kulturradio SWR 2. Regelmäßig schreibt sie für verschiedene theologische und kirchliche Publikationen. Außerdem unterrichtet sie u.a. an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg und an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zu interreligiösen und ethischen Fragen.

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