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Landeshauptstadt Stuttgart

Kulturpreise und Stipendien

Hegel-Preis der Landeshauptstadt Stuttgart

Der Hegel-Preis der Landeshauptstadt Stuttgart wurde erstmals 1970 anlässlich Hegels 200. Geburtstag vergeben. Er wird alle drei Jahre an eine Person verliehen, die sich um die Entwicklung der Geisteswissenschaften verdient gemacht haben.

Der Hegel-Preis der Landeshauptstadt Stuttgart wurde am 8. Juni 1967 mit Beschluss des Gemeinderats von der Landeshauptstadt Stuttgart gestiftet und ist mit 12.000 Euro dotiert. Über die Verleihung entscheidet eine Jury. Eine Bewerbung ist nicht möglich.

Hegel-Preis 2018: Prof. Dr. Michael Stolleis

Den 17. Hegel-Preis der Landeshauptstadt Stuttgart erhielt Herr Prof. Dr. Michael Stolleis. Die Verleihung fand am 11. Juni 2018 statt. Die Stadt Stuttgart würdigt damit einen der fruchtbarsten und scharfsinnigsten Rechtsdenker der Gegenwart, der in seinen zahlreichen Arbeiten zur Rechtsgeschichte, zum Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie zum Staatskirchenrecht ein Höchstmaß an Tiefenschärfe mit einem souveränen Überblick über die ideengeschichtliche, politische und gesellschaftliche Verwobenheit der Rechtsnormen und Rechtstexte verbindet. 

OB Fritz Kuhn verleiht den Hegel-Preis der Landeshauptstadt Stuttgart 2018 an Prof. Dr. Michael Stolleis.

Begründung der Jury

Die Jury hat ihre Entscheidung am 29. November 2017 mit der folgenden Begründung getroffen: „Herr Prof. Dr. Michael Stolleis, von 1974 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006 Professor für Öffentliches Recht und Neuere Rechtsgeschichte an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie von 1992 bis 2009 Direktor am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, ist einer der fruchtbarsten und scharfsinnigsten Rechtsdenker der Gegenwart. In seinen zahlreichen Arbeiten zur Rechtsgeschichte, zum Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie zum Staatskirchenrecht verbindet sich ein Höchstmaß an Tiefenschärfe mit einem souveränen Überblick über die ideengeschichtliche, politische und gesellschaftliche Verwobenheit der Rechtsnormen und Rechtstexte. 

Sein vierbändiges opus magnum „Geschichte des öffentliches Rechts in Deutschland“, das einen Zeitraum von vier Jahrhunderten umfasst, setzt mit der detailgenauen Verschränkung von Wissenschaftsgeschichte, Geistesgeschichte, Rechtsgeschichte und politischer Geschichte Maßstäbe und eröffnet damit zugleich neue Horizonte zu einem tieferen Verständnis auch der Rechtskultur der Gegenwart. In dieser wie in anderen Arbeiten offenbart sich eine bewundernswerte Fähigkeit, differenzierte historische und systematische Zusammenhänge auf höchstem wissenschaftlichen Niveau in einer Weise darzustellen, die die Lektüre zu einem fesselnden Erlebnis macht. 

In diesem integrativen, den Geist der Epochen in mehreren Dimensionen spiegelnden Werk, das sich ebenso durch große gedankliche Kraft wie durch selbstlose Hingabe an ein schier überwältigendes Tatsachenmaterial auszeichnet, erblickt die Jury eine Leistung, die es aufgrund ihrer beeindruckenden Originalität in besonderem Maße verdient, mit dem Hegel-Preis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet zu werden.“

Kulturamt

Eva-Maria Rembor

Mitarbeiterin Kulturamt - Abteilung Kulturförderung

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