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Landeshauptstadt Stuttgart

Jugendhilfeplanung

Frühe Hilfen

Das Konzept „Frühe Hilfen“ wird seit 2010 in der Stadt Stuttgart umgesetzt und setzt auf Prävention mit dem vorrangigen Ziel, werdende Eltern und Eltern mit Kindern im Alter bis drei Jahren in ihrer Beziehungs- und Erziehungsverantwortung mit einer auf Vertrauen basierenden Grundhaltung zu unterstützen.

Den Eltern stehen vielfältige Beratungs‐, Entlastungs‐ und Unterstützungsmöglichkeiten auf freiwilliger Basis zur Verfügung, um frühzeitig Risiken für das Wohl und die Entwicklung des Kindes zu reduzieren.

Frühe Hilfen in Stuttgart sind eine gesamtstädtische Aufgabe und werden im kommunalen Netzwerk Frühe Hilfen gestaltet und koordiniert. Das Kommunale Netzwerk Frühe Hilfen in Stuttgart ist sozialraumorientiert und besteht aus einem zentralen Netzwerk und elf regionalen Netzwerken in den elf Stadtbereichen. Über die stadtweite Vernetzung sollen alle Eltern früh erreicht, Angebote leicht zugänglich gemacht, Übergänge und Zusammenarbeit zwischen den Netzwerkakteuren gestärkt sowie die Angebote bedarfsgerecht ausgebaut bzw. weiterentwickelt werden. Die Koordination des Netzwerks ist eine fortbestehende gesetzliche Aufgabe.

Um die aktuellen Bedürfnisse und Wünsche der Familien, aber auch Anforderungen an sie zu erkennen, wurden in den letzten Jahren mehrere Elternforen Frühe Hilfen durchgeführt. Außerdem konnte dadurch auf lange Sicht eine Anpassung und Weiterentwicklung der Angebote der Frühen Hilfen bedarfsgerecht sichergestellt werden.

Laut Definition des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen, bilden die Frühen Hilfen lokale und regionale Unterstützungssysteme mit koordinierten Hilfsangeboten für Eltern und Kinder ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahren.

Mit dem Bundeskinderschutzgesetz (Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz KKG), das seit 1. Januar 2012 in Kraft ist, werden die Zielstellungen des Stuttgarter Rahmenkonzeptes Frühe Hilfen bestätigt und gestärkt.

Rolle der Planung

Die Jugendhilfeplanung leistet die gesamtstädtische Fachplanung für die Frühen Hilfen in enger Kooperation mit der Zentralen Koordination Frühe Hilfen, mit den Fachleitungen der beauftragten Träger und mit Vertreterinnen und Vertretern des kommunalen und interdisziplinär besetzten Netzwerks Frühe Hilfen. Es werden dabei neue Themen identifiziert, Bedarfe erkannt und konzeptionell bearbeitet und Fortbildungsbedarfe für Fachkräfte erkannt und Angebotsstrukturen geprüft und weiterentwickelt. Die Jugendhilfeplanung steuert den Ausbau der Frühen Hilfen und ist verantwortlich für die Auswertung der Angebote und für Berichterstattung an die Politik oder anderen Gremien über den Sachstand Frühe Hilfen.

Aktuelle Entwicklungsthemen

Das Stuttgarter Konzept Frühe Hilfen bewährt sich gut, und die einzelnen Maßnahmen haben sich in der Umsetzung etabliert. Zurzeit findet ein verstärkter Austausch (sowohl angebots- als auch bereichsbezogen) statt, um die erreichte Qualität der Frühen Hilfe stadtweit zu sichern.

Damit (werdende) Eltern weiterhin frühzeitig informiert werden oder von den Beratungsmöglichkeiten und Angeboten Frühe Hilfen in Stuttgart erfahren und profitieren können, sind die Kooperationen mit den Stuttgarter Kinder- und Familienzentren, mit den Kindertagesstätten, mit dem Jobcenter und der zentralen Verwaltung des Jugendamtes, wie zum Beispiel den Dienststellen Unterhaltsvorschusskasse und Beistandschaften, fachlich weiter zu vertiefen.

Die aktuelle Situation mit Hebammenmangel, Schließung einer Geburtsklinik (Ende 2018) und zunehmendem stadtweiten Mangel an Kinderärztinnen und Kinderärzten erfordern zurzeit eine sehr enge Verzahnung der Frühen Hilfen mit dem Gesundheitswesen der Landeshauptstadt. In Rahmen der Qualitätswerkstätten werden die Themen und Bedarfe interdisziplinär bearbeitet, geplant und in Absprache mit der Politik umgesetzt.

Um Eltern einen niedrigschwelligen Zugang zu den vielfältigen Angeboten der Frühen Hilfen zu ermöglichen, wird aktuell eine Website entwickelt, die trägerübergreifend auf aktuellem Stand gehalten werden soll.

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